Bilker Bürgerzelt zeigt aktuellen Planungsstand für Arcaden und das Stadtteilzentrum

Mai 31, 2006

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Umfassende Info über die Bilker Arcaden – wie hier im letzten Jahr

Über den aktuellen Stand der Planung für das Bürgerzentrum Bilk mit dem Shopping-Center Arcaden informiert Investor mfi die Bevölkerung eine Woche lang (7.-14. Juni) im Bilker Bürger-Zelt am Bahnhof (gegenüber real). Das Zelt wird am 7. Juni um elf Uhr eröffnet.

Dr. Herbert Appelt, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der mfi und Projektleiter Torsten Kuttig in ihrer Einladung: „In einem umfangreichen Planungsprozess haben viele Bürger, Politiker, Unternehmer und Planer ihren Teil beigetragen, um für die Flächenumwandlung und Belebung des Container-Areals eine ganzheitliche Lösung zu finden, die von breiter Zustimmung aller Beteiligten getragen ist. Diese Lösung möchten wir in ihrer aktuellen Form in aller Transparenz öffentlich machen und damit unseren Teil zu einer sachlichen, nicht von Einzelinteressen gekennzeichneten Meinungsbildung beitragen“.

Die Einladung erging an Heimatvereine, die Bezirksvertretung, IHK, Unternehmer, Ratsmitglieder, Sportvereine, Schulen und Kindergärten in Bilk sowie an weitere interessierte Bürger.

Der SPD-Ortsverein Bilk hatte bis Juni letzten Jahres in einer Befragung mit 6.500 Teilnehmern eine 80prozentige Zustimmung zu den Arcaden und dem Bürgerzentrum ermittelt. Bei einer Umfrage im letzten Informationszelt der mfi lag die Zustimmung mit 81,1 Prozent etwa gleichauf.

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Infozelt am Bilker Bahnhof – ab 7. Juni geöffnet

Düsseldorf Headlines

Mai 31, 2006

BILD: Der große BILD-Check – SO WM-FIT IST DÜSSELDORF

EXPRESS: Polizei fährt knallharte Linie am “heißen Samstag” – KEINE CHANCE FÜR DEN BRAUNEN MÜLL – Enge Auflagen für Neonazis – vier Gegendemos – dazu Jazz Rally & CSD

NRZ Düsseldorf: 4 DEMOS – 1000 POLIZISTEN – Sicherheit / Polizei in Alarmbereitschaft: Linke Gruppen kündigen an, den Umzug der Rechtsextremen zu blockieren. Polizeipräsident erklärt, warum er den Aufmarsch nicht verbieten konnte.

RHEINISCHE POST: NAZIS VON GEGNERN UMRINGT – 200 Rechtsextremisten müssen bei ihrer Demonstration strenge Auflagen befolgen. Störungen befürchtet die Polizei eher von gewaltbereiten Linksextremisten, die unter den Gegendemonstranten erwartet werden.

WZ Düsseldorfer Nachrichten: NEO-NAZIS AN DER KURZEN LEINE – Die Demo habe man nicht verbieten können, sagt Polizeipräsident Herbert Schenkelberg. Dafür gibt es für die Rechtsextremen strenge Auflagen.

Hinweis: Zeitungen in alphabetischer Reihenfolge – eigentliche Headline in Versalien.

Ständehaus Treff: EnBW-Boss Utz Claassen wettert gegen den WM-Justiz-Wahnsinn

Mai 30, 2006

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Das imposante K21, Kulisse für den Ständehaus-Treff

Abiturnote 0,7. Auch später in allem der Beste und meistens der Erste. “Wo will so einer hin?”, fragte WDR-Crack Frank Plasberg (“Hart aber fair”), der sich dem ebenso intellektuellen wie wirtschaftlich hartgesottenen Schwergewicht  respektvoll annäherte. “Er hat eine Persönlichkeitsgefühl, das dazu neigt, sich auszubreiten”, zitierte Plasberg eine Stimme über Utz Claassen, seinen Talkgast beim gestrigen Ständehaus-Treff. Claassen, der Mann, der den großen Energieversorger EnBW führt, der die Stadtwerke Düsseldorf gerade geschluckt hat. Und ein Mann, der keine Probleme zu haben scheint. Weder damit, sein Jahresgehalt zu nennen (vier Mio. Euro), noch damit ein Goldkettchen zu tragen (“haben mir meine Eltern zum 25. Geburtstag geschenkt, würde ich nicht eine Sekunde ablegen”), noch damit, “Rambo” geschimpft zu werden (“Habe mir die DVD’s besorgt, der war ja nicht ganz erfolglos”). Utz Claassen beim Ständehaus-Treff – eine unterhaltsame Einvernahme auf hohem Niveau. Das Alpha-Tier gab sich kuschelig bei Rückschau auf die Geburt der Tochter vor sieben Monaten und erweichte Familienvater Plasbergs Herz mit seinen Überlegungen zum Thema Elternrecht, das er auszuüben gedachte. Doch Claassen beim Windelwickeln, das klappte nicht. Das Schwergewicht: “Ich mußte lernen, dass gesetzliches Elternrecht für Vorstände nicht gilt”. Stromschläge teilte Claassen dagegen aus, als Plasberg ihn auf Ermittlungen der Staatsanwaltschaft in Sachen WM-Karten-Vergabe ansprach. Der EnBW-Primus:”Wir haben 13.559 WM-Karten gekauft.90 Prozent davon werden an Zeitungsleser, Mitarbeiter und Kunden verlost, ein kleiner Teil an Politiker, Gebietskörperschaften und Wirtschaft, die ihre Kultur, ihr Land vor der Welt repräsentieren sollen”. Er zititerte einen Rechtsgelehrten, der die Ermittlungen als “törichtes Agieren einer Staatsanwaltschaft auf juristisch unhaltbarer Basis” bezeichnete. Claassen: “Die ganze Nation ist verunsichert, die Eingeladenen, die Politiker – ein absurdes Verfahren”. Bei solch einem Vorgehen, so Claassen sichtlich angepackt, werde es solche Events mit Sponsoren nicht mehr geben. Ins Rollen gebracht hatte die Ermittlungen laut Claassen ein Journalist der Stuttgarter Nachrichten, der dann über sein selbst gesetztes Thema viele Stories schrieb.  Plasberg später in seiner Power-Runde zu Claassen (berüchtigt für grelle Krawatten): “Wenn ich im Manager Magazin lese, mit meinem Outfit könnte ich auch Nachclubbesitzer in Paderborn sein und tagsüber Breitreifen an junge Türken verkaufen , dann…” Claassen schoss zurück: “…denke ich an meinen Vorstandskollegen Detlef Schmidt, der mit dem druckfrischen Magazin in die Vorstandssitzung kam und sagte, ‘Mensch, klasse, Nutten, Autos, Türken, unsererem Chef traut man alles zu, der kann an jeden verkaufen’”. Neben Lachsalven auch Kritisches. Claassen über die Energiepreise: “Von 1998 bis 2005 haben die staatlichen Lasten, wenn man die Mehrwertsteuer rausrechnet, sich verfünffacht”. Die Ökopolitik fordere ihren Preis. Engagiert auch sein Eintreten für die Verlängerung von Laufzeiten von Atomkraftwerken. Und über die Stadtwerke Düsseldorf: “Weil die so sexy sind, haben wir auch so viel dafür bezahlt”. In der Fotogalerie unten lassen sich die Fotos durch Anklicken vergrößern.

Fotos: Ulrich Horn

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Utz Claassen (li., mit Frank Plasberg): Alpha-Tier mit Witz

 

Düsseldorf Headlines

Mai 30, 2006

BILD: In einer Standort-Studie gaben 2000 deutsche Unternehmen unserer Stadt die besten Noten / FÜR FIRMEN IST DÜSSELDORF DIE ERSTE ADRESSE

EXPRESS: Justitia absurda! Wer versteht das noch? / KRAHESTRAßE: ZWEI URTEILE FÜR EINE TAT

NRZ: KEINE CHANCE FÜR HANDKE / HEINE-PREIS – Fraktionen berieten sich gestern Abend: Mehrheit für die Jury-Entscheidungen scheint ausgeschlossen.

RHEINISCHE POST: ULMER HÖH’: EINSTURZGEFAHR / Angestellte entdeckten bedrohliche Risse unterm Dach der Justizvollzugsanstalt. Gutachter stellen fest: Nach 114 Jahren ist die Konstruktion am Ende. Obwohl die Tage der JVA gezählt sind, muss sie jetzt aufwändig saniert werden.

WZ Düsseldorfer Nachrichten: STADTRAT KIPPT PREISTRÄGER HANDKE / Die Scherben sind da, jetzt wird aufgeräumt. In Düsseldorfs Rat gibt es keine Mehrheit für den umstrittenen Schriftsteller.

Hinweis: Zeitungen in alphabetischer Reihenfolge – eigentliche Headline in Versalien.

Unsere schöne KÖ

Mai 29, 2006

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Diese handkolorierte Postkarte stammt aus dem Jahr 1901. Sie zeigt in der Mitte eine Straßenbahn mit offener Plattform hinten sowie die zwei Gleisstränge, die für den Bahnbetrieb verlegt waren. Die Damen tragen lange Kleider, die Herren ausnahmslos Kopfbedeckungen – Hut oder Schlägermütze. Der Herr auf der Straße ganz links scheint ein Polizist zu sein, er trägt eine Pickelhaube. Ein Auto sieht man nicht - Gottlieb Daimler hatte es gerade 15 Jahre zuvor erfunden. 

Düsseldorf Headlines

Mai 29, 2006

BILD: ZWEI HÄNDE, IN TRAUER VEREINT – An der Seite des Bundespräsidenten nahm Paul Spiegels Witwe in der Tonhalle Abschied von ihrem Mann.

EXPRESS: Gerd Poltorak (53) aus dem Abteil verwiesen / BEHINDERTE DÜRFEN NICHT IN DIE 1. KLASSE

NRZ: ULMER HÖH: TRAKT WIRD EVAKUIERT / Sanierung – In einem Gebäude wurden Risse in der Dachkonstruktion entdeckt. 110 Häftlinge müssen aus Sicherheitsgründen noch in dieser Woche in andere Justizvollzugsanstalten umziehen.

RHEINISCHE POST: TRAUERFEIER STRENG BEWACHT / Jogger, Spaziergänger, Kinder auf ihren glänzenden Rollern: Niemand durfte sich gestern der Tonhalle nähern. Freundlich, aber bestimmt stoppten die Polizisten alle, die der Gedenkfeier für Paul Spiegel zu nahe kamen. 

WZ Düssseldorfer Nachrichten: “DANN FÄLLT DER HEINE-PREIS AUS”/ In allen Fraktionen gibt es Kritik an der Entscheidung, Peter Handke zu ehren. Oberbürgermeister Erwin sagt den Festakt ab, wenn der Rat anders entscheidet.

Hinweis: Zeitungen in alphabetischer Reihenfolge – eigentliche Headline in Versalien.

Bilker Bahnhof: Anlieger-Demo für schnelle Realisierung des Bürgerzentrums mit Arcaden

Mai 27, 2006

 

 

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Udo Figgge, Bezirksvertretung, forderte zu weiteren Demos auf

“So, ich muss jetzt zu einer Hochzeit”, verabschiedete sich Pfarrer Ulrich Lilie. Der engagierte Seelsorger hatte sich mit einigen Dutzend Bilker Bürgern heute an einer Demo beteiligt – pro Arcaden. Die Bilker, das wurde wiederum deutlich, sagen ein klares Ja zu den Arcaden, zum Stadtteilzentrum mit Schwimmbad, Bibliothek und Bürgersaal, Wohnungen und Spielplätzen. Die Bilker Bürger machen mittlerweile auch im Internet Front dagegen, dass das große Projekt immer wieder verschleppt wird. Auf den Plakaten heute Vormittag hieß es u.a. “Wir brauchen endlich den Bürgersaal in Bilk”, “Schwimmbad für Bilk”, “Ein lebendiges Zentrum gegen eine tote Brache”, “Stadträte – jetzt handeln” und “Politiker, bekennt endlich Farbe”. Udo Figge, mit Ulrich Lilie von Anfang an für die Arcaden, kündigte weitere Demonstrationen an, will auch vor das Rathaus ziehen. Weitere Einträge zum Thema Arcaden auf dem duesseldorf-blog finden Sie HIER. Zum Video: Sorry wegen der schlechten Qualität. Die Kamera ist top, am Rest wird gearbeitet.

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Pfarrer Ulrich Lilie (rechts), Mitdemonstrant

Mobilee Night und Familientreffen

Mai 27, 2006

Samstag: „Mobilee Night“ @ home 14

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22.00 Uhr // 10 € 
 
LineUp: Anja Schneider, Sebo K., Ralf Kollmann, Daniel Taylor, Sven Palzer (Foto), Alexander Bongardt
Als Moderatorin der Sendung “Dance Under The Blue Moon” (eine der erfolgreichsten und wichtigsten deutschen Radioformate für elektronische Musik) auf Radio Fritz, genießt Anja Schneider seit 2000 das Vertrauen der elektronischen Musikszene und präsentiert live, Woche für Woche die innovativsten Sounds der Clubszene. Ihre Freude, anderen ihre Lieblingsplatten vorzuspielen führt dazu, mehr  und mehr selbst professionell hinter die Plattenteller zu treten. Ihre erste Residency hat sie von November 2003 bis April 2005 im Watergate in Berlin.  Im April 2005 gründet Anja Schneider ihr eigenes Label Mobilee Records, welches sich innerhalb kurzer Zeit mit starken Veröffentlichungen von Sebo K., Pan-Pot, Exercise One und natürlich Anja Schneider etabliert. Die „Mobilee 003“ (Anja Schneider & Sebo K – Side Leaps / Rancho Relaxo) schaffte es in den Groove Charts auf Platz 9. Zudem sorgt sie seit ihrer Labelgründung mit regelmäßigen  „Mobilee Nights“ im Berliner WMF Club für Furore. Zusammen mit dem Berliner DJ und Produzenten Sebo K. produziert Anja Schneider einen Sound aus Minimalismus, weiblicher Verspieltheit, harten Acidlines und trockenen, groovigen Beats. Die beiden alten Freunde bilden eine perfekte Symbiose im Studio. “Tonite”, ihr erster Release, findet sich im Juli 2004 bereits in den DJ Charts von Phonique und Ewan Pearson. Nach dem offiziellen Erscheinungstermin im November schafft es ihr erster Track mit Remixen von The Youngsters und der Dirt Crew auf Platz 8 der DCC. Ralf Kollmann, Daniel Taylor, Sven Palzer und Gastgeber Alexander Bongardt unterstützen die Mobilee-Crew am 27.05. an den Decks des Home14.

 

Familientreffen @ harpune


23:00 h // 7,- € // mit Newsletter frei

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Lineup: Micha Klang (Mothership / Glückskind Schallplatten, Foto), Tobias Becker, Cess
 
 
Zum Mai-Familientreffen hat sich Besuch aus Nürnberg angekündigt: Micha Klang, Resident und Veranstalter der Eventreihe „Mothership“ wird die harpuneros Tobias Becker und Cess an den Plattentellern verstärken. Bei dieser Gelegenheit wird Micha sicherlich auch einige Nummern zum besten geben die bald auf seinem neuen Label erscheinen werden. Die erste VÖ kommt Anfang Mai von Gabriel Ananda, das zweite Release stellt niemand Geringeres als Someone Else (inkl. Hemmann & Kaden Remix).

Gemeinsam werden die drei DJs mit groovigem House und Techhouse rocken. Wie immer beim Familientreffen ist der Eintritt frei für alle, die sich zum harpune-Newsletter unter www.harpune.com angemeldet haben.
Thema Open Air: Leider musste die bereits verschobene Tripple-Olli-Kiesgrube vollständig abgesagt werden. Das Kiesgrubengelände am Blanken Wasser in Neuss ist aktuell nur mit Gummistiefeln zu betreten. Die bnächste reguläre Kiesgrube findet am 11. Juni statt, weitere Infos gibt es hier!

Düsseldorf Headlines

Mai 27, 2006

BILD: Bei einem repräsentativen Ehrlichkeitstest der “Gesellschaft für rationale Psychologie” in 50 deutschen Städten landeten wir auf Platz 47 – DÜSSELDORFER UNEHRLICH! DAS DARF DOCH WOHL NICHT WAHR SEIN

EXRESS: Doch keine Radarfallen auf der A 46 – BÜSSOW LÄSST ERWIN ABBLITZEN

NRZ Düsseldorf: SPIEL MIT DEM FEUER – Brand / Ein Neunjäbhriger zündelte in der Wohnung seiner Großeltern. Vier Menschen erlitten Rauchverletzungen. Es entstand ein Schaden von mehr als einer halben Million Euro.

RHEINISCHE POST: KIND SPIELTE MIT DEM FEUER – Auf eine halbe Million Euro schätzt die Feuerwehr den Schaden an einem Einfamilienhaus in Bilk. Gestern ist es durch einen Brand unbewohnbar geworden, nachdem ein Achtjähriger ein Feuerzeug zum Spielen entdeckt hatte.

WZ Düsseldorfer Nachrichten: KNÖLLCHEN-POST NACH DREI JAHREN – 7000 Autofahrer haben eine Mahnung vom Ordnungsamt bekommen. Sie sollen uralte Knöllchen bezahlen.

Hickhack um Heine-Preis für Handke

Mai 26, 2006

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 Peter Handke 

Der Dichter Peter Handke bekommt Düsseldorfs Heine-Preis, dotiert mit 50.000 Euro Steuergeldern. Die Nachricht war Auftakt für einen heftigen Hickhack in den Feuilletons – und nicht nur dort. Denn erst vor wenigen Tagen war das Handke-Drama “Das Spiel vom Fragen oder die Reise in das sonore Land” in Paris abgesetzt worden. Begründung: Handkes Auftritt bei der Beerdigung des serbischen Schlächters Milosevic, dem der österreichische Dichter demonstrativ die Stange gehalten hatte. Jenem Slobodan Milosevic , der sich wegen Völkermordes vor dem Kriegsverbrecher-Tribunal zu verantworten hatte und durch Ableben einer Verurteilung entkam. Die Rheinische Post verbreitete ihre kritische Story darüber sogar kostenpflichtig über News Aktuell, den Infoservice der dpa. Im Tagesspiegel, im Kölner Stadtanzeiger, bei Spiegel Online, in der FAZ und in vielen weiteren Medien europaweit, wurde die Wahl thematisiert. Die Frankfurter Rundschau zitiert den Intendanten der Comédie Française, Marcel Bazonnet, der das Handke-Stück abgesetzt hatte, übrigens mit den Worten: “Die Meinungsfreiheit zwingt keinen Theaterdirektor, kriminellen Ideologien Raum zu geben, die der Demokratie und den Menschenrechten zuwider laufen.” Auf die Seite Handkes geschlagen haben sich die österreichische Skandalnudel und Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek (bekam unseren Heine-Preis 2002)  und Intendant Claus Peymann. Der wird im Februar 2007 in Berlin das Handke-Stück „Die Spur der Verirrten“ uraufführen lassen. Als die Jelinek, die immer wieder aus mir völlig unverständlichen Gründen von einem Kultur-Kartell, das nicht das meine ist, auf’s Podest gestellt wird, den Nobelpreis erhielt, war dies von Peymann und Handke bejubelt worden. Jetzt jubelt Jelinek halt zurück. Die FAZ sah die Nobelpreis-Verleihung an die österreichische Fäkalsprachen-Liebhaberin Jelinek übrigens dankenswerterweise als Skandal. Der jetzige Hickhack um Handke hätte Heinrich Heine vermutlich sehr gefallen. Aber die Entscheidung für Handke? Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion ist es wirklich lustig, dass es in dieser Stadt Leute gab, die sich darüber erregten, als der Heine-Kreis um den rührigen Karl-Heinz Theisen einen Heine-Preis für Zivilcourage (ging an Walter Kempowski) ankündigte. Er könne doch mit dem großen Heine-Preis verwechselt werden. Die offizielle Pressemitteilung der Stadt Düsseldorf zum Heine-Preis sowie die Namen der Jury-Mitglieder finden Sie hier.

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