Die Düsseldorfer Altstadt – einer der 100 Lieblingsorte der Deutschen!
Oktober 9, 2006

Lieblingsort Altstadt – Blick vom “Schlüssel” in die Bolkerstraße – Foto: DMT
An erster Stelle steht der Kölner Dom, an zweiter das Brandenburger Tor und den dritten Platz belegt die Schlosskirche in Wittenberg, an deren Tür Martin Luther 1517 seine Thesen anschlug. Das ZDF und der Baedeker-Verlag haben in einer groß angelegten Umfrage die 100 Lieblingsorte der Deutschen ermittelt und einen Bildband daraus gemacht. Wenn wir den Kölnern auch den Rang 1 überlassen müssen, ist Düsseldorf doch unter den “Top 100″ vertreten – die Düsseldorfer Altstadt liegt auf Platz 21. Johannes B. Kerner stellte die Lieblingsorte der Deutschen kürzlich vor – Info HIER. Mehr als 300.000 Menschen hatten sich an der Umfrage beteiligt. Der Bildband “Die 100 Lieblingsorte der Deutschen” (14,95 €) ist jetzt im Handel erhältlich.
FAZ sieht Machtbrand um Merkel
Oktober 9, 2006
Die FAZ am Sonntag rechnete gestern im Leitartikel “Der Machtbrand” (Autor: Wulf Schmiese) mit der Großen Koalition und Angela Merkel ab.
Zitate: “Jetzt haben sie Feuer gefangen ganz oben in der großen Koalition. Angela Merkel hat sich anstecken lassen. Sie fleht bei Kurt Beck um Hilfe. Doch der bläst in die Flammen. Die Vorsitzenden von CDU und SPD hat der Machtbrand gepackt. Das Land wird darunter mehr leiden als das Regierungsbündnis.” / “Angela Merkel setzt fort, was Gerhard Schröder begonnen hat. Das ist ein fürchterlicher Satz, denn er stimmt.” / “Die Regierung Merkel ist reformunfähig, und Teilen der Regierung gefällt das.” / “Schröder hatte zu spät begriffen, daß es grundfalsch war, “nicht alles anders, aber vieles besser” machen zu wollen. Diese Regierung hat das nicht begriffen. Sie ist schlecht für Deutschland. Jede andere mit nur einer Volkspartei und einem kleineren Partner würde mehr bringen: klare Verhältnisse.” Den kompletten Kommentar, online wohl nicht verfügbar, können Sie hier als pdf nachlesen.
Düsseldorf Headlines – Montag, 9. Oktober 2006
Oktober 9, 2006
BILD: DOMINA MIT IHRER PEITSCHE ERDROSSELT / War es ihr letzter Freier? Ab morgen steht er in Krefeld vor Gericht – acht Jahre nach dem Mord
EXPRESS: Claus Görtz will wieder in Düsseldorf durchstarten / CHAMAGNER-KÖNIG: COMEBACK AN DER KÖ
NRZ Düsseldorf: BRÜCKENGERÜST DROHTE ABZUSTÜRZEN / Vollsperrung. 110 Meter langer und 49 Tonnen schwerer Holzverschlag an der Fleher Brücke war ins Schwanken geraten.
RHEINISCHE POST: MIT VOLLGAS DURCH DIE STADT? / In drei Wochen gibt die Sporthochschule Köln Auskunft, ob es in Düsseldorf eine Rennstrecke für das Tourenwagen Masters gibt. Die Fachhochschule Düsseldorf untersucht den volkswirtschaftlichen Nutzen des Ski-Weltcups.
WZ Düsseldorfer Nachrichten: CARAVAGGIO BESCHERT NEUEN REKORD / Zwischenbilanz Quadriennale: Jubel im Ehrenhof, auch wenn Pavillion der Bildhauerei ein Flop ist.
Hinweis: Zeitungen in alphabetischer Reihenfolge – eigentliche Headline in Versalien.
Pressefreiheit II – Anna Politkovskaya
Oktober 8, 2006

Gestern ermordet: Anna Politkovskaya
Man hat sie gewiss sehr oft gewarnt. Es war ihr bewusst, dass ihr Leben in Gefahr war. Dennoch hat sie mutig berichtet – Über den Krieg in Tschetschenien, über Korruption in Russland. Sie hat Bücher geschrieben und gesagt, was nach ihrer Auffassung gesagt werden mußte. Jetzt fand man sie tot – daneben eine 9 mm-Makarov-Pistole und vier Patronenhülsen. Bericht hier in der WELT. Die New York Times schrieb: “Sie war eine heftige Kritikerin von Herrn Putin, den sie beschuldigte, die Zivilgesellschaft zu ersticken und ein Klima offizieller Korruption und Brutalität zu erlauben”. Anna Politkovskaya schrieb für die Novaya Gazeta, eine Zeitung, zu deren Herausgebern Michael Gorbatschow gehört. Der bezeichnete (gegenüber der Agentur Interfax, wie in der New York Times berichtet) ihre Ermordung als “primitives Verbrechen”. Die Tat sei “ein Schlag gegen die gesamte demokratische, unabhängige Presse, ein übles Verbrechen gegen das Land, gegen alle von uns”.
Fish Market im Interconti – Genuss ohne Gräten
Oktober 8, 2006

Restaurant Caliga – “people watching” mit Blick auf die Lobby
Vor zwei Wochen, zur Premiere des ,Fish Market’, hatten wir bereits eine Empfehlung ausgesprochen. Der Fisch-Abend im Interconti an der Kö bietet jetzt jeden Freitag ein Menü rund um’s Meeresgetier, zum Pauschalpreis von 39 Euro. Vergangenen Freitag haben wir mal den “Normalbetrieb” getestet. Das Glas Champagner zum Auftakt ist im Preis inbegriffen. Das Vorspeisen-Büfett ist üppig. Wir probierten u.a. Gambas auf Avocadomousse, Matjes-Variationen und rohen Lachs. Die Live Cooking Station, an der zwei Köche Wünsche der Gäste entgegen nehmen, macht besonders viel Freude. Wir hatten die Wahl zwischen Thunfisch, Schwertfisch, Papageienfisch, Zander, Hummer, Riesengarnelen, Lachs und Rotbarbe. Wir hätten jegliche Zubereitungsart wählen können und dazu entsprechende Beilagen, entschieden uns jedoch übereinstimmend für einen Mix aus Thun- und Schwertfisch, schön angebraten, mit jeweils drei Riesengarnelen. Als Beilagen ein “Mangold-Kissen” mit limetten-getränktem Reis, Fischrisotto und Pfannengemüse. Dazu schmeckte der offene Grauburgunder von Dr. Heger (0,2 l, 9 €). Die Literflasche Vittel wurde mit 9,90 € berechnet. Der Fisch war auf den Punkt gebraten, die Beilagen schmackhaft und in jeder Hinsicht tadellos. Das Dessert-Büfett bot u.a. Schokoladenkuchen (unsere Wahl), Heidelbeer-Törtchen, diverse Petit Fours, Creme Brulee mit Sternanis-Reduktion und frische Früchte. Fazit: Der Fish Market bietet Genuss ohne Gräten, sowohl faktisch als auch – im übertragenen Sinn – preislich gesehen. Für das beschriebene opulente Essen zahlten wir, inklusive vier Glas Wein, dem Wasser und einem Doppio Espresso 128,70 € – people watching mit Blick auf die Lobby inklusive. Wer es intimer mag, sollte im rückwärtigen Bereich reservieren, wo das Licht gedämpfter ist und rote Lampen eine sinnliche Note setzen. Restaurant Caliga im Hotel Intercontinental, Königsallee 59, Reservierungen unter: 0211-82850.
Die Joghurt-Lüge
Oktober 8, 2006

Für diesen Joghurt mag’s nicht gelten, für viele andere schon: Kaum Erdbeeren
Wenn Sie morgen vor dem Kühlregal bei REWE, Edeka, Aldi oder sonstwo stehen und nach einem besonders appetitlich aussehenden Erdbeer-Joghurt greifen, sind Sie nur ein Opfer der Illusion, dass knackige Erdbeeren auf dem Becher ihre Entsprechung auch im Inhalt fänden. Das FAS-Feuilleton stellt heute das Buch “Die Joghurt-Lüge” von Marita Vollborn und Vlad D. Georgescu vor. Die behaupten, Erdbeerjoghurt enthalte in der Regel bloß ein Prozent Erdbeeren. “Der Rest sind naturidentische Aromen, Zucker und, damit die Illusion perfekt ist, ,Fruchtstücke’. Diese bestehen vorrangig aus Obstabfällen und Preßrückständen, die mit Wasser, Zucker und Zitronensäure aufbereitet werden.” Guten Appetit!
Nachtrag, 9.10.: “Die Joghurt-Lüge” und “Die Ernährungslüge” – gestern auch Themen bei “Mona Lisa” – Infos hier beim ZDF
Düsseldorf Headlines -Samstag, 7. Oktober 2006
Oktober 7, 2006
BILD: RICHTER SCHICKT DIESEN POLITIKER ZUM PSYCHIATER – Markus Kaup, FDP-Abgeordneter im Kreistag, bekam ein Knöllchen wg. Falschparkens. Er legte Widerspruch ein, beschimpfte das Gericht – Strafbefehl! Im Prozess blieb er stur. Das hatte Folgen.
EXPRESS: Die Richterin wollte das Verfahren einstellen – VERONAS EX-MANAGER: JETZT DOCH PROZESS UM SCHLÄGEREI
NRZ Düsseldorf: MAGENGRIMMEN – Esskultur I. Wirte bedauern zunehmende Hektik. Höflichkeit lässt nach, Kritik nimmt zu. Benimm ist manchmal Glückssache.
RHEINISCHE POST: HARTZ IV-AKTE VERSCHWUNDEN – Seit sechs Monaten wartet eine Düsseldorferin auf Arge-Geld. Sie musss Schulden machen.
WZ Düsseldorfer Nachrichten: READING IST EIN VORBILD FÜR FORTUNA – Das sollten Düsseldorfs Fußballer ruhig abgucken: Nach 135 Jahren spielt der Klub der Partnerstadt im Oberhaus – und hat leider (noch) keine Beziehung zur Fortuna.
Hinweis: Zeitungen in alphabetischer Reihenfolge – eigentliche Headline in Versalien.
Google Earth Pic der Woche – heute: Das Ständehaus am Kaiserteich
Oktober 7, 2006

So schön war die Graf-Adolf-Straße
Oktober 7, 2006

Dieses Bild bot die Graf-Adolf-Straße im Jahre 1911
Im Hinblick auf die Notwendigkeit, die gute alte Graf-Adolf-Straße einer Verschönerungskur zu unterziehen, ist ein Blick zurück mal ganz hilfreich. Diese Postkarte zeigt uns eine ebenmäßige Gründerzeit-Architektur und den Boulevard-Charakter der Straße Anfang des vorigen Jahrhunderts. Dieser Charakter blieb bis zum Zweiten Weltkrieg erhalten, in dem die Straße fast völlig zerstört wurde. Der Graf-Adolf-Platz (vorn) war bis Mitte des 19. Jahrhunderts wichtiger Bahnhofsstandort für die Köln-Mindener- und die Bergisch-Märkische Eisenbahn. Der heutige Hauptbahnhof wurde 1902 eingeweiht. Im Jahr 1893 hatte die Graf-Adolf-Straße ihren Namen erhalten. Sie wurde benannt nach Graf Adolf V. von Berg, der nach der Schlacht bei Worringen (1288) dem Ort Dusseldorp die Stadtrechte verliehen hatte. Diese abgebildete Postkarte ging nach Eiserfeld im Siegerland und wurde am 26. Juni 1911 abgestempelt. Von der Sütterlin-Schrift kann man nur noch den Satz entziffern “Bin mit Gottes Hilfe gut angekommen”.
Guido Westerwelle (FDP) zum Merkel-Münte-Murks der Woche
Oktober 6, 2006

Guido Westerwelle
BILD hat häufig gute Ideen. Eine ist gewiss die, Guido Westerwelle jeden Freitag gegen den größten Unfug der Woche stänkern zu lassen, den die Groß Koalition anrichtet. Heute drängt sich die Gesundheitsreform als Thema auf. Also, Originaltext Guido Westerwelle aus der heutigen BILD zum Merkel-Münte-Murks “Gesundheitsreform”:
„Diese Woche hat Deutschland gefeiert, weil vor 17 Jahren die Mauer wankte und vor 16 Jahren der Sozialismus der DDR zusammenbrach. Leider hat die Bundesregierung diese Woche ein Gesundheitssystem beschlossen, das pure Planwirtschaft ist. Die Gesundheitsversorgung der Bürger wird vereinheitlicht, verstaatlicht, zentralisiert.
Die Patienten sind die Leidtragenden. Denn alles wird teurer, nichts wird besser. Mehr Wahlfreiheit für die Bürger wird es nicht geben. In bestehende Privat-Verträge wird eingegriffen. Enteignungen kannte man bisher von Kommunisten, nicht von Christdemokraten. Diese sogenante Reform ist mir zu viel DDR.
Zwangskasse
Das Kernstück ist der Gesundheitsfonds. Diese Zwangskasse soll gut 140 Milliarden Euro Beiträge einsammeln und an die Krankenkassen auszahlen. Als ob eine bürokratische Mammutbehörde für die Verwaltung der Arbeitslosigkeit nicht reicht! Diese neue „Bundesagentur für Gesundheit“ lehnen wir entschieden ab. Wenn die FDP Verantwortung trägt, wird sie abgeschafft.
Der Gesundheitsfonds soll jetzt erst 2009 statt schon 2008 kommen. Warum? Weil 2008 die mächtigen Unions-Ministerpräsidenten Koch, Wulff und Stoiber wiedergewählt werden wollen. Die ahnen längst, dass dasselbe Chaos wie bei Hartz IV droht, wenn dieser Gesundheitspfusch umgesetzt wird. Dem wollen die Ministerpräsidenten entgehen. Die Angst vor dem Wähler ist größer als das Vertrauen auf die eigene Politik. Die Verschiebung des Gesundheitsfonds ist ein Artenschutzprogramm für bedrohte Unions-Größen.
Weg von sozialer Marktwirtschaft
Wenn die Union diese Pläne wirklich umsetzt, brechen viele ihrer Anhänger mit CDU und CSU. Denn wieder wendet sich die Union von der sozialen Marktwirtschaft ab. Das hat sie schon bei den Steuererhöhungen getan. Die Union riskiert damit ihre strukturelle Regierungsfähigkeit.
Union und SPD geht es nicht um das Gesundheitssystem. Beide wollten ihr Gesicht wahren, aber nicht Probleme lösen.
Zum Tag der Deutschen Einheit hat Angela Merkel eine kluge Rede über die Kraft der Freiheit gehalten. Ich wünsche mir, sie würde auch eine freiheitliche Politik machen. Dieser Gesundheitsmurks beweist das Gegenteil.“




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