Der mysteriöse Mord an dem Ex-KGB-Agenten – Killer Igor im Fokus von Scotland Yard
November 29, 2006

Litt wochenlang: Litvinenko
Ein “skrupelloser Killer, bekannt als Igor, wird im Zusammenhang mit der nuklearen Vergiftung des früheren russischen Ex-KGB-Agenten Alexander Litvinenko gesucht, schreibt die englische Zeitung “Daily Mail”, die den politischen Mord enthüllt hatte. Bei dem mysteriösen Igor soll es sich um einen ausgebildeten Killer handeln, Teil einer Gruppe von Ex-KGB-Agenten, die sich unter dem Namen “Würde und Ehre” versammelt. Der Killer wurde laut “Daily Mail” in einem Dokument benannt, das Alexander Litvinenko kurz bevor er das Bewußtsein verlor und starb an die Polizei übergab. Igor soll 46 Jahre alt und früher Mitglied der berüchtigten Spezialeinheit “Spetsnaz” gewesen sein. Er gilt laut der britischen Zeitung als Hauptverdächtiger, dessen Befragung in Zusammenhang mit der Ermordung des Ex-KGB-Agenten dringend erwünscht ist.
Dokumente im Besitz von Scotland Yard belegen angeblich, dass es sich bei “Würde und Ehre” um Putin-Loyale handelt, die aus eigenem Ermessen gegen Kritiker Putins zu Felde ziehen. Teil der Dokumente ist angeblich eine “Todesliste”, auf der auch Litvinenko stand. Die Ermordung des Ex-KGB-Mannes und Putin-Kritikers schlägt in England laut Daily Mail weiterhin hohe Wellen:
• ” Hunderte fürchten, sie seien durch hohe radioaktive Dosen in dem Hotel vergiftet worden, in dem Litvinenko offensichtlich die tödliche Dosis verabreicht wurde.
• Minister Peter Hain riskierte einen außerordentlichen offenen diplomatischen Streit, indem er Präsident Putin beschuldigte, Freiheit und Demokratie zu attackieren.
• Die Polizei, die davon ausgeht, dass innerhalb der nächsten 48 Stunden eine offizielle Morduntersuchung in Gang gesetzt wird, will in Kürze in Rom sowie in Moskau ermitteln und nach drei Männern forschen, die den Ex-KGB-Hauptmann Litvinenko am Tag seiner Ermordung getroffen haben”.
Der Killer Igor, dessen volle Identität aus juristischen Gründen nicht offengelegt werden könne, so die “Daily Mail”, soll englisch und portugiesisch sprechen, ein Judo-Meister sein und ein Training als Killer erhalten haben. Er wird als schlank und muskulös beschrieben. Die britische Polizei geht davon aus, dass er sich in Italien versteckt hält. Die Todesliste im Besitz von Scotland Yard wurde Litvinenko von dem italienischen Akademiker Mario Scaramella (siehe unseren Bericht HIER) übergeben, der über die Aktivitäten von “Würde und Ehre” nach Recherche der Daily News von einem KGB-ÜbeÜberläuÜberläufer informiert wurde, der unter dem Schutz des französischen Geheimdienstes steht.

Zimmer im Millennium Hotel
Wie “Daily Mail” enthüllt, gibt es beunruhigende Verstrahlung durch Polonium 20, das Mittel, das Litvinenko zu Tode brachte, auf den Herrentoiletten sowie in drei Schlafzimmern des “Millennium Hotels” in London, wo Litvinenko an dem Tag ein Meeting hatte, an dem er die ersten Symptome entwickelte. Die Spuren von Polonium 20 sind laut der Zeitung erheblich höher als jene, die Experten in der Sushibar “Itsu” entdeckten, wo Litvinenko offensichtlich am 1. November vergiftet wurde. Aus Regierungskreisen will “Daily Mail” erfahren haben, dass man erwartet hätte, dass das “Millennium Hotel” komplett geschlossen würde. Rund 300 besorgte Bürger hätten sich bislang aus Sorge Vergiftungen davon getragen zu haben an die Behörden gewandt.
Peter Hain, sagte laut Daily Mail in diesem Zusammenhang über Putin: “Sein Erfolg im Zusammenhalten einer auseinanderfallenden Nationen und einer Wirtschaft, deren Zerfall in ein mafiöses Chaos drohte… muss abgewogen werden gegen die Tatsachen, dass es gewaltige Attacken auf individuelle Freiheiten und auf die Demokratie gab, und es ist aus meiner Sicht wichtig, dass er wieder auf den demokratischen Weg kommt. Das Versprechen, das Präsident Putin Russland bei seinem Machtantritt gab, ist von dem was seitdem geschah verdunkelt worden, inklusive des extrem bedrückenden Mordes an einer hoch angesehenen Journalistin”.
Der ermordete Agent ist immer noch nicht obduziert worden, schreibt “Daily Mail” – wegen der offenen Frage, ob eine Untersuchung für das medizinische Team nicht mit unwägbaren Risiken verbunden sei.
Herzlichen Glückwunsch, Albert Eickhoff
November 28, 2006

Wird heute 71 Jahre alt: Mode-Genie Albert Eickhoff – Foto: www.hsbuehler.com
Seine Schaufenster sind die schönsten der Stadt. Niemand präsentiert anspruchsvolle Mode so wie er. Und kein Mode-Einzelhändlerl (fast eine zu profane Bezeichnung für den Modehimmel an der KÖ) hat das Fashion Flair der Stadt Düsseldorf so geprägt wie der große Albert Eickhoff. Über 100 Designer-Kollektionen unter einem Dach – damit kann niemand mithalten. Aus der Provinz, dem westfälischen Lippstadt, eroberte er mit seiner Frau Brigitte Düsseldorf. Er führte Giorgio Armani in Deutschland ein und Gianni Versace erwies ihm bereits 1978 die Ehre und inszenierte für ihn eine Show in Lippstadt. Drei Jahre später wurde Lippstadt zu eng und die Eickhoffs zogen um nach Düsseldorf, wo sie 1988 ihr Geschäft an der Königsallee 30 eröffneten. Das 40. Firmenjubiläum inszenierte Eickhoff spektakulär mit John Neumeier und Star-Bariton Thomas Hampson. Die weibliche Prominenz Deutschlands kauft bei ihm an der Kö und ein kleiner elitärer Kreis ist gelegentlich zu Gast bei den Eickhoffs privat, in Meerbusch, wo die Hausherrin in intimer Atmosphäre bemerkenswerte Abende inszeniert. Albert Eickhoff, Meister des Stils und Trendsetter, legt das Geschäft immer stärker in die Hände seiner Tochter Susanne und seines Schwiegersohns Stefan Asbrand-Eickhoff. Aber loslassen, da sind Freunde sicher, wird ihn die Faszination Mode nie. Herzlichen Glückwunsch, Albert Eickhoff!

Typisches Eickhoff-Schaufenster
Heinrich Heine: “In dunklen Zeiten wurden die Völker am besten durch die Religion geleitet”
November 28, 2006
Heinrich Heine – die Nazis verbrannten seine Bücher
Heute Mittag reist Papst Benedikt XVI in die Türkei, eine Reise in ein Land mit aufgeheiztem Klima. Die wachsende Angst vor dem Islam und die Kritik daran produziert hierzulande eine langsam anschwellende christliche Gegenbewegung. Die Kirchen verstärken ihre Anstrengungen, sich gegenüber dem Islam zu profilieren und sich abzugrenzen sowie neue Wege zum Dialog mit ihren Mitgliedern zu finden. Vor diesem Hintergrund ist als Diskussionsbeitrag zu verstehen, was der größte Sohn unserer Stadt, Heinrich Heine (1797-1857) über Religion dachte. Hier Religionszitate ohne Anspruch auf Vollständigkeit.
“Verfolgung der Andersdenkenden ist überall das Monopol der Geistlichkeit”.
“Religion und Heuchelei sind Zwillingsschwestern, und beide sehen sich so ähnlich, dass sie zuweilen nicht voneinander zu unterscheiden sind.”
“Auf jeden Fall war jene Kirchenherrschaft eine Unterjochung der schlimmsten Art. … Wie eine Riesenspinne saß Rom im Mittelpunkt der lateinischen Welt und überzog sie mit seinem unendlichen Gewebe.”
“Wer mit den Pfaffen kämpft, der mache sich darauf gefaßt, daß der beste Lug und die trifftigsten Verleumdungen seinen armen guten Namen zerfetzen und schwärzen werden.”
“Denn die Religion, wenn sie uns nicht mehr verbrennen kann, kommt sie bei uns betteln”.
“Kampf der Philosophen gegen die Religion zerstört die heidnische, aber eine neue, die christliche, steigt empor, auch diese ist abgefertigt, doch es kommt gewiß eine neue, und die Philosophen werden wieder eine neue Arbeit bekommen, jedoch wieder vergeblich: die Welt ist ein großer Viehstall, der nicht so leicht wie der des Augias gereinigt werden kann, weil, während gefegt wird, die Ochsen drinbleiben und immer neuen Mist aufhäufen.”
“In dunklen Zeiten wurden die Völker am besten durch die Religion geleitet, wie in stockfinstrer Nacht ein Blinder unser bester Wegweiser ist; er kennt dann die Wege und Stege besser als ein Sehender. Es ist aber töricht, sobald es Tag ist, noch immer die alten Blinden als Wegweiser zu gebrauchen.”
“Ärgert dich dein Auge, so reiss es aus, ärgert dich deine Hand, so hau sie ab, ärgert dich deine Zunge, so schneide sie ab, und ärgert dich deine Vernunft, so werde katholisch.”
“Ein kleines Harfenmädchen sang.
Sie sang mit wahrem Gefühle
Und falscher Stimme, doch ward ich sehr
gerühret von ihrem Spiele…
Sie sang vom irdischen Jammertal,
Von Freuden, die bald zerronnen,
Vom Jenseits, wo die Seele schwelgt
Verklärt in ewgen Wonnen.
Sie sang das alte Entsagungslied,
das Eiapopeia vom Himmel,
womit man einlud, wenn es greint,
Das Volk, den großen Lümmel.
Ich kenne die Weise, ich kenne den Text
Ich kenn auch die Herren Verfasser;
Ich weiß, sie tranken heimlich Wein
Und predigten öffentlich Wasser.”
Wer weitere Zitate und Texte von Heinrich Heine sucht, wird u.a. HIER fündig.
Düsseldorf Headlines, Dienstag, 28. November 2006
November 28, 2006
BILD: DAS GROßE PLAKETTEN-CHAOS / City-Verbot für “Stinker”-Autos! 20.000 Düsseldorfer & Pendler sind betroffen, doch kaum jemand weiß, ob er dabei ist. Bild erklärt’s.
EXPRESS: Verjüngungskur mit Hotels, Arkaden & neuen Angeboten / DAS NEUE GESICHT DER KÖ.
NRZ Düsseldorf: EIN IDYLL – BALD FÜR JEDEN / Malkastenpark. Wo Goethe philosophierte: Das Kleinod soll durch eine Finanzspritze von 800.000 Euro wieder aufblühen.
RHEINISCHE POST: ARCADEN – MAL GUT, MAL SCHLECHT / Im Entwurf für den Rahmenplan Einzelhandel, den die Stadtplaner morgen präsentieren, wird vor den Folgen großflächiger Einkaufscenter gewarnt. Ausnahme: die Bilker Arcaden. Sie werden als optimale Lösung verkauft.
WZ Düsseldorfer Nachrichten: MEHDORN BLEIBT HART: AIRPORT WIRD ABGEHÄNGT / Der Flughafen-Bahnhof verliert fast drei Viertel aller Fernverbindungen. Gestern Abend äußerte sich der Bahnchef. Die Station war von Anfang an zu groß.
Hinweis: Zeitungen in alphabetischer Reihenfolge – eigentliche Headline in Versalien.
Herzlichen Glückwunsch, Horst Klosterkemper
November 27, 2006

Horst Klosterkemper wird heute 68
Er ist einer der einflussreichsten Männer der Welt, wenn es um den Tennissport geht. Die Deutsche Sporthochschule verlieh Horst Klosterkemper vor zwei Jahren die Ehrendoktorwürde, mit der sie vorher erst acht Persönlichkeiten ausgezeichnet hatte. Der Düsseldorfer wurde geehrt für seinen ehrenamtlichen Einsatz für den Tennissport und die Vermittlung zwischen Sport, Sportwissenschaft und Wirtschaft. Der jetzige Europachef der Tennisprofivereinigung ATP hat seit den Siebziger Jahren den Düsseldorfer Rochus-Club in den Fokus der Tenniswelt gerückt. Europaweit koordiniert er nun als Managing Director Europe der ATP 34 große Tennisturniere – Wimbledon und die French Open ausgenommen. Der Diplomingenieur und Diplom-Wirtschaftsingenieur war 20 Jahre bei Henkel tätig und leitete die Düsseldorfer Messe von 1989 bis 2003. Der ATP-Job ist gewissermaßen seine dritte Karriere: Mister World Team Cup. Der gebürtige Schlesier, seit seinem 14. Lebensjahr “begeisterter Düsseldorfer”, hat jetzt so viel zu tun, dass er zu einem nur noch selten kommt: zum Tennisspielen. Herzlichen Glückwunsch zum 68.!
Düsseldorf Headlines, Montag, 27. November 2006
November 27, 2006
BILD: ERSTER LÄRM-ATLAS! HIER IST DÜSSELDORF AM LAUTESTEN / Bild zeigt, wo der Krach die Menschen in der City quält – und erklärt, was die Stadt dagegen unternimmt.
EXPRESS: Weil Ausländer ihr Bußgeld nicht bezahlen / JEDES JAHR EINE KNÖLLCHEN-MILLION FUTSCH.
NRZ Düsseldorf: DER SANFTE RIESE / Nachruf. Klaus Bungert starb im Alter von 80 Jahren. Den Ex-SPD-Oberbürgermeister zeichneten Fairness und Ehrlichkeit aus.
RHEINISCHE POST: ABENDS STRESSFREI EINGEKAUFT / Die großen Häuser, die jetzt erstmals bis 22 Uhr geöffnet hatten, sehen sich bestätigt: Nach 20 Uhr wurde es zwar deutlich ruhiger, aber es kamen kaufbereite Kunden – und legten Geld aus. Guter Start ins Weihnachtsgeschäft.
WZ Düsseldorfer Nachrichten: ENTTÄUSCHTE HÄNDLER UND GLÜCKLICHE KUNDEN / Der Auftakt der längeren Öffnungszeiten am Wochenende brachte vielen Kaufleuten nur lange Gesichter und kaum Umsatz. Die Kunden waren dagegen sehr angetan.
Hinweis: Zeitungen in alphabetischer Reihenfolge – eigentliche Headline in Versalien.
Der Agentenkrimi von London – dies ist der Mann, den Ex-KGB-Mann Litvinenko in der Sushibar traf: Mario Scaramella, Nuklearexperte
November 26, 2006

Prof. Mario Scaramella aus Neapel
Die spektakuläre Ermordung des russischen Ex-KGB-Agenten Alexander Litvinenko – immer mehr mysteriöse Details kommen ans Tageslicht. Der Exil-Russe und Wladimir Putin-Gegner, der nach langem Todeskampf an der Verabreichung einer Polonium-Dosis starb, hatte den russischen Ministerpräsidenten der Täterschaft beschuldigt. Heute kommt die Londoner Daily Mail mit einer brisanten Enthüllungsstory, die wir hier weitergeben.
Laut der Daily Mail-Enthüllung ist der Mann, den Litvinenko kurz vor seinem Tod in einer Sushibar traf, ein ausgewiesener Nuklearexperte namens Mario Scaramella. Die Zeitung nennt Scaramella einen “internationalen Sicherheitsberater”, der Kopf einer Organisation gewesen sei, die Nuklearabfälle inklusive sowjetischer Nuklearraketen, die aus dem Kalten Krieg übrig geblieben waren, aufspürte. Scaramella habe jede Verwicklung in die Ermordnung Litvinenkos heftig dementiert, vor Tagen jedoch erklärt, “dass etwas sehr Seltsames vorgeht”.
Die Daily Mail von heute:”Er hat ein profundes Wissen über nukleares Material und kann es rund um den Globus lokalisieren. Obwohl er sich als Umweltschützer beschreibt, hat er detailliertes Wissen über die Aktivitäten russischer Agenten.”
Uran im Koffer
Die Daily Mail, die Scaramella in seinem Wohnort Neapel interviewte, enthüllt, dass der Nuklearexperte im Juni letzten Jahres der italienischen Polizei einen Tipp gab, der zu einer Untersuchung über einen angeblichen Uranschmuggel nach Italien führte. Er habe die Detailinformation weitergegeben, “dass das Uran in einem Koffer versteckt war und aus einem nicht benannten Land in der früheren Sojwetunion stammte.” Innerhalb von 24 Stunden habe die Polizei vier Festnahmen vorgenommen. Scaramella erklärte damals, er habe Aktivitäten früherer KGB-Agenten in San Marino untersucht. Gleichfalls habe er dem Handel mit Waffen aus der früheren SU und möglichen Verbindungen mit italienischen Terroristen nachgespürt. Während dieser Untersuchung, so Scaramella, “wurde mir ein Dokument zugespielt, wonach frühere KGB-Männer in San Marino versuchten, nukleares Militärmaterial zu verkaufen“. Bei dem sichergestellten Uran hat es sich laut Daily Mail um zu 90 Prozent angereichertes Uran gehandelt (einer Blog-Quelle zufolge: 10 kg), das die Produktion einer kleinen Atombombe ermögliche. Auch ein elektronisches Zielgerät sei beschlagnahmt worden.
Verlorene Raketensprengköpfe
Ein Jahr zuvor hatte Scaramello mit Hinweis auf russische Geheimdienstkreise bekannt gemacht, dass ein sowjetisches Unterseebot in der Bucht von Neapel 20 Raketensprengköpfe verloren habe. Seit 2003 arbeitet Scaramella als Berater der ”Mitrokhin Commission” des italienischen Parlaments, die versucht, gefährliche vagabundierende Waffen unter Kontrolle zu bringen. Der Namensgeber, Vasili Mitrokhin, war gemäß Daily Mail ein wichtiger Archivar des russischen Geheimdienstes. Seine Aufzeichnungen hätten zu weltweiten Untersuchungen geführt. Eines der Ergebnisse der Untersuchungen in Italien habe ergeben, dass die frühere Sowjetunion hinter dem 1981 verübten Mordversuch an Papst Johannes Paul II steckte.
Namen auf der Todesliste
Dieser Quelle (englischer Blog “European Tribune”) zufolge ist Scaramella enger Vertrauter von Viktor Komogorov, dem Vize-Chef des FSB, der Nachfolge-Organisation des KGB. Der mysteriöse Nuklearexperte hat Litvinenko angeblich treffen wollen, um mit ihm über eine “Todesliste” zu sprechen, auf der sowohl sein Name als auch der Litvinenkos stünden.

Alexander Litvinenko
Scaramella erklärte, die Mitrokhin-Kommission sei an ihn wegen seiner Verbindungen zu Russland herangetreten. Der Daily Mail sagte er: “Meine Arbeit betraf eine Reihe sowjetischer Themen – die Beseitigung radioaktiven Abfalls, der von Satelliten aufgespürt werden kann und den Verlust nuklearen Geräts.” Im Jahre 2003 habe er die Operationen des KGB und anderer Ostblockstaaten auf italienischem Gebiet untersucht, inklusive der Zahlung von Schmiergeldern an italienische Journalisten durch den KGB”. Im Jahr 2004 führte Scaramella laut Daily Mail eine Untersuchung über illegale Abfallentsorgung der Mafia in einem italienischen See durch. Er habe die Polizeii zum Haus des Verdächtigen geführt, wo ein Kugelhagel sei empfangen habe. Ein Mafioso sei verhaftet und ein Waffenlager beschlagnahmt worden.
Attentat verhindert
Alle Nachforschungen der Daily Mail über von Scaramella angegebene Tätigkeiten an Universitäten liefen ins Leere. Die Zeitung verweist auf die Diskussion in Internet-Foren, die verschiedene Theorien verbreiten. Die schwerwiegendste sei, dass er ein operierender Geheimagent mit unterschiedlichen Loyalitäten sei, der eine Reihe politischer und geschäftlicher Interessen als Fassade für seine Aktivitäten vorschützt.
Zu seinem Verhältnis mit dem später ermordeten Litvinenko befragt, erklärte Scaramella, er habe während seiner Arbeit für die Mitrokhin Kommission eine Beziehung zu ihm geknüpft und sie hätten sich bereits mehrere Male zuvor in der Sushibar getroffen, um Geheimdienstfragen zu erörtern. Er gab gegenüber der Daily Mail an, ein Tipp von Litvinenko habe geholfen, letztes Jahr ein Attentat auf den italienischen Senator Paolo Guzzanti zu verhindern, der die Untersuchungen der ”Mitrokhin Kommission” führt. Der Tipp habe zur Festnahme von sechs Ukrainern geführt, denen man unterstellt, sie hätten Granaten, versteckt in ausgehöhlten Bibeln, ins Land schmuggeln wollen. Prof Scaramella said: “Ich bin nicht bereit, mehr zusagen. Ich kooperiere mit den Behörden. Wenn sie mehr wissen wollen, fragen Sie Scotland Yard”.
Explosiv und spannender als ein Agentenkrimi von John le Carré ist diese Enthüllung von Alexander Litvinenko: “Why I believe Putin wanted me dead” (liegt leider nur in englischer Sprache vor und ist zu lang zum Übersetzen).
“Flügelschlag des Todesengels” – Video bei Focus Online
Nachtrag, 29. November: Spiegel Online – die diversen Verschwörungstheorien
Klaus Bungert ist von uns gegangen – wir werden unseren Ehren-OB nicht vergessen
November 25, 2006

Ehren-OB klaus Bungert mit Ex-Kollegin Marlies Smeets und seiner Lebensgefährtin Karin Frankenhauser (rechts). Es ist eines der letzten Fotos des überaus populären Düsseldorfers und entstand bei “Düsseldorf IN” im April – Foto: Ulrich Horn
Wir sind traurig, ganz Düsseldorf wird trauern: Ehren-Oberbürgermeister Klaus Bungert ist gestern in der Diakonie Kaiserswerth verstorben. Er wurde 80 Jahre alt und ist einem leidvollen Krebsleiden erlegen. Klaus Bungert war von 1974 bis 1979 und von 1984 bis 1994 Oberbürgermeister unserer Stadt. In den letzten Jahren führte er den Düsseldorfer Mieterverein als 1. Vorsitzender. Seine langjährige Lebensgefährtin Karin Frankenhauser war bis zuletzt an seiner Seite und hat ihn aufopfernd gepflegt.
Klaus Bungert gehört zu den Menschen, die in Düsseldorf viel Gutes bewirkt haben. Das Allgemeinwohl war dem durch und durch geradlinigen Kommunalpolitiker stets eine Herzensangelegenheit. Die Menschen dieser Stadt werden ihn dankbar in Erinnerung behalten.
Nachtrag, 26. November: Hier ein ausführlicher Nachruf von Michael Grixa im Express.
Nachtrag, 27. November: Nachruf von Hans Onkelbach in der Rheinischen Post; Nachruf von Dieter Sieckmeyer in der WZ Düsseldorfer Nachrichten; Nachruf von Anna Lewy in der NRZ Düsseldorf
British Airways: Vom Volkszorn zur Notlandung in Sachen Kreuz gezwungen
November 25, 2006

Darf wieder arbeiten: Nadia Eweida (55)
British Airways ist eingeknickt. Der geballte Volkszorn, der Aufstand der Politiker, die Dauer-Thematisierung in der Presse und der Druck der Bischöfe, die sogar androhten, British Airways-Aktien der Kirche im Wert von zehn Millionen Euro an die Börse zu werfen, haben Wirkung gezeitigt: Nadia Eweida, ohne Bezüge beurlaubt wegen Tragens eines Schmuck-Kreuzes, darf wieder arbeiten. Zudem kündigte ein sichtlich genervter British Airways-Boss Willie Walsh gestern an, die Airline werde ihre Vorschriften überdenken. Der Erzbischof von York, Dr. John Sentamu, der den Kampf gegen British Airways angeführt hatte, kommentierte: “Amen, das sind exzellente Nachrichten für Nadia, für British Airways und die Gesellschaft als Ganzes”. Erst vorgestern hatten wir zuletzt über den Fall geschrieben: “Absurdes Theater“. Die Anregung, auf Flüge mit British Airways zu verzichten, würden wir gern noch aufrecht erhalten.Quelle: Daily Mail
Brustkrebs – nein danke!
November 25, 2006

“Freunde nennen sie Schitti. Eine ganz normale Frau, wie es viele im Ruhrgebiet gibt: anpackend, attraktiv, sportlich. Sie hat zwei tolle Töchter, einen liebevollen Ehemann. Das Glück scheint perfekt, als die Familie in ihr neues Traumhaus zieht. Die Umzugskisten sind noch nicht ausgepackt, da fühlt Schitti in ihrer rechten Brust einen Knoten. Die niederschmetternde Diagnose: Brustkrebs. Der Alptraum beginnt. Operation, Chemo, Haarausfall, Strahlentherapie. Doch die junge Frau läuft gegen ihr Schicksal an. Schon zwischen den Chemos geht sie joggen, sammelt Kraft im Wald und in Gesprächen mit Ärzten und Freunden. Im Kampf um Leben und Tod findet Schitti ihren Weg. Einen Weg, auf dem kein Platz ist für Selbstmitleid oder aufdringliche Tipps für ebenfalls Betroffene. Die 41-Jährige lebt einfühlsam vor, was krebskranken Frauen Mut machen kann – in ihrem Buch „Schitti kämpf“.
Gelesen und für gut befunden, weshalb ich den Klappentext oben gerne und vorbehaltlos übernehme. “Schitti”, das ist Simone Beckfeld. Die in Bottrop lebende Mutter von zwei Kindern ist mit Hermann Beckfeld, Chefredakteur der in Dortmund erscheinenden Ruhr Nachrichten, verheiratet. Das Buch kostet 9,90 Euro. HIER geht’s zu einem weiteren Beitrag über Brustkrebs-Vorsorge in Düsseldorf.




Aktuelle Kommentare