Düsseldorf im Rückspiegel: Görres hebt Goethe-Schatz
Juni 29, 2007

Johann Wolfgang von Goethe
Die Deutsch-Lehrerin Berthe-Odile Simon-Schaefer am Görres Gymnasium hat einen Schatz ausgegraben. Es ist die in Straßburg verfasste Erstausgabe von Goethes zwölfseitiger „Dissertationsschrift“ „Positiones Juris”, die ihn 1771 zum Doktor der Rechte machte. Es ist zwar eine Kurzversion der verloren gegangenen Hauptarbeit, dennoch ein Fund von hohem Wert , da sie nur als Nachdruck jüngeren Datums in einigen Universitätsbibliotheken existiert. Das Görres Gymnasium will den Fund jetzt faksimilieren und in neuer Auflage veröffentlichen.

Fassade des Görres
Wieso kommt das Görres Gymnasium an eine solche Kostbarkeit? Das Görres an der Kö war Jahrhunderte lang das einzige „illustre Gymnasium“ der Stadt. Es führt sich in direkter Nachfolge auf Düsseldorfs erstes so genanntes „Monheimsche Gymnasium“ von 1545 zurück. Diese weit über Düsseldorf hinaus berühmte Schule am Stiftsplatz war in der Reformationszeit unter dem mit Erasmus von Rotterdam vertrauten Düsseldorfer Herrscher Wilhelm dem Reichen gegründet worden. Die Jesuiten übernahmen 1625 die Schulfunktion in der Mühlenstrasse und von ihnen erbten es die Franziskaner1773 in der Schulstrasse. In ihrem heute noch vorhandenen Kloster in der Schulstraße, Ecke Citadellstrasse haben die drei ältesten höheren Schulen heutiger Form, Görres, Humboldt und Scholl angefangen. Nicht umsonst heißt die Strasse Schulstrasse.

Kurfürst Carl Theodor
Das Monheim Gymnasium war von Anfang an als Universität geplant worden. Unter Carl Theodor entstand 1765 eine chirurgische Akademie, 1769 eine Rechtsakademie, die 70 Studenten besuchten, alles im Gebäude des späteren Görres Gymnasiums. Napoleon greift die alten Pläne auf und plant 1811 eine Volluniversität, die Napoleona Augusta: natürlich vergeblich. Die heutige Uni wurde als Idee 1919 in einer Kneipe geboren.
Die Görres Bibliothek ist also eine der ältesten im Lande und birgt so manche Kuriosität. Man findet hier z. B. die frivolen Memoiren des Abbe d’ Áulnoy, eines Emigranten der französischen Revolution, der Heines französischer Lehrmeister war. Heinrich Heine hat unter dem Mann gelitten.

Heinrich Heine
„ Wohl sechs mal erging an mich die Frage: “Henri, was heißt der Glaube auf französisch? Und sechs mal und immer weinerlicher antwortete ich: “das heißt: le credit“. Und beim siebten Male, kirschbraun im Gesicht, rief der wütende Examinator: “Es heißt: la religion!“ Und es regnete Prügel und alle Kameraden lachten. Madame, seit der Zeit kann ich das Wort Religion nicht erwähnen hören, ohne dass mein Rücken blaß vor Schrecken und meine Wange rot vor Scham wird. Und, ehrlich gestanden, le credit hat mir im Leben weit mehr genützt als la religion“.
Siehe auch Story auf wz-newsline.
Wenn WDR-Kinderreporter Politiker befragen…
Juni 29, 2007
… lachen sich die Kids schon mal scheckig, wenn es um das Internet geht. Ein wirklich heiterer Beitrag aus dem ARD-Morgenmagazin enthüllt, wie wenig die Politiker über das Internet wissen. Da rätselt Justizministerin Brigitte Zypries: “Browser, Browser, was war das noch mal…”, der Grüne Christian Ströbele gesteht, dass er erst “ein oder zwei Mal im Internet” war usw. Hier geht’s zum Club der Ahnungslosen.
Rheinbahn gräbt Eller um
Juni 29, 2007
Am Montag geht’s los: Bis einschließlich Samstag, dem 14. Juli, gräbt die Rheinbahn Eller um. Rund um die Haltestelle Vennhauser Allee werden 220 Meter Gleise erneuert, zusätzlich 320 Meter auf Zeppelin- und Gumbertstraße. Hier der Info-Service für die Leser, die in diesem Stadtteil per Bus, Bahn oder Auto unterwegs sind.
Info Autofahrer: Die Gumbertstraße, die Zeppelinstraße, die Jägerstraße, die Karlsruher Straße, die Vennhauser Allee und die Schlesische Straße sind für Pkw in diesem Zeitraum nur teilweise befahrbar, für Anwohner werden Zufahrten eingerichtet. Vom 6. bis 9. Juli ist der Bereich völlig gesperrt. Die gute Nachricht: Umleitungen sind ausgeschildert.
Info Bahnfahrer: Die Strecke zwischen den Haltestellen „Schlesische Straße“ und „Vennhauser Allee“ muss von Freitag, 6. Juli, 21 Uhr, bis Montag, 9. Juli, 4 Uhr, für die Linien U75 (Stopp an Lierenfeld, Betriebshof, Weiterfahrt zur Endhaltestelle per Bus) und 715 (Stopp an Haltestelle Oberbilk S/Philipshalle, Weiterfahrt bis Vennhauser Allee per Bus). Einige Haltestellen werden vorübergehend verlegt: die Haltestellen „Jägerstraße“ auf die Straße Alt Eller, die Haltestellen „Eller Mitte “ auf die Bernburger Straße in Höhe der Anhalter Straße und die Haltestellen „Alt Eller“ an die Stationen „Vennhauser Allee“.
Info Busfahrer: Am Freitag, 6. Juni, ab 15 Uhr, fährt Linie 723 in beiden Richtungen eine Umleitung. Die Haltestellen „Eller Mitte S“ liegen auf der Bernburger Straße jeweils vor der Einmündung der Anhalter Straße. Von Samstag, 7. Juli, 4 Uhr, bis Montag, 9. Juli, 4 Uhr, werden die Busse ebenfalls umgeleitet. Die Station „Eller Mitte S“ liegt auf der Anhalter Straße gegenüber den Hausnummern 4 – 6. Linien 724 und 815: Die Busse fahren am Sperrwochenende von Freitag, 6. Juli, 15 Uhr, bis Montag, 9. Juli, 4 Uhr, Umleitungen in beide Richtungen. Verlegt werden Haltestellen in Richtung Holthausen: die Haltestelle „Jägerstraße“ auf die Straße Klein Eller und die Haltestelle „Eller Mitte S“ auf die Bernburger Straße. In Richtung Gerresheim/Lierenfeld: die Haltestelle „Eller Mitte S“ auf die Bernburger Straße, die Haltestelle „Jägerstraße“ auf die Straße Klein Ellerund die Haltestelle „Am Hackenbruch“ auf die Straße Am Hackenbruch. Für Busse, die an der Vennhauser Allee starten bzw. enden: die Haltestellen „Bernburger Straße“ (beide Richtungen) an die gleichnamige Station auf der Bernburger Straße und die Haltestellen „Alt Eller“, an die Stationen „Vennhauser Allee“
In der restlichen Zeit (vom 2. Juli, 7 Uhr, bis 6. Juli, 15 Uhr und vom 9. Juli, 4 Uhr, bis 14. Juli, 4 Uhr) werden diese Linien nur in Richtung Schlesische Straße umgeleitet. Folgende Haltestellen werden dann ebenfalls verlegt: die Haltestelle „Eller Mitte S“ auf die Bernburger Straße vor die Einmündung Anhalter Straße, die Haltestelle „Jägerstraße“ auf die Straße Klein Eller hinter die Einmündung Ellerbittweg und die Haltestelle „Am Hackenbruch“ auf die Straße Am Hackenbruch. Linien 732 und 735: Die Busse fahren von Freitag, 6. Juli, 15 Uhr, bis Samstag, 14. Juli, 4 Uhr, Umleitungen in beide Richtungen. Folgende Haltestellen werden verlegt: die Haltestellen „Bernburger Straße“ an die Stationen „Eller Süd S“ und die Haltestellen „Alt Eller“ an die Stationen „Vennhauser Allee“.
PIN: Post von Springer
Juni 29, 2007


Springers Döpfner, WAZ-Mann Hombach: Springer spült Geld in die Kasse der Essener
Demnächst kommt Post von Springer. Vorstandschef Dr. Mathias Döpfner kaufte für rund 510 Mio. Euro Anteile an der PIN Group von der WAZ, dem Holtzbrinck-Verlag und der Luxemburger Rosalia. Damit hält Springer aktuell 71,6 Prozent (zuvor 23,5 Prozent) an dem auf Briefzustellung spezialisierten Unternehmen.
Der Umsatz 2006 betrug vergleichsweise magere 168 Mio. Euro, soll aber nach der Post-Liberalisierung im nächsten Jahr scharf anziehen und bis 2015 auf 1,5 bis zwei Milliarden Euro ansteigen. Die Gesellschafter der WAZ können ihrem Geschäftsführer Bodo Hombach aus diesem Anlass durchaus mal Jahrgangs-Champagner spendieren. Die Beteiligung an PIN wurde hausintern als Krücke angesehen und beinahe schon mal für Kleingeld an ein holländisches Unternehmen verscherbelt, bis Hombach dazwischengrätschte.
Jürgen W. Möllemann – das Todesvideo
Juni 29, 2007

BILD hat das Video ausgegraben, das zeigt, wie Jürgen W. Möllemann in den Tod stürzt. Der FDP-Politiker hatte vor vier Jahren mit diesem Sprung aus 4100 Meter Höhe Selbstmord begangen. Fotos vom Todessprung sowie das Video hier auf bild.de.
Teherans Autofahrer zünden Tankstellen an
Juni 28, 2007

Der Volkszorn über Benzinrationierungen entlud sich in Teheran in…

…einer Nacht voller Gewalt. Junge Teheraner zündeten Tankstellen an
Feuer in Teheran. In einer Nacht voller Gewalt zündeten Autofahrer in der iranischen Hauptstadt rund 50 Tankstellen an. Der Zorn der Bevölkerung galt den Benzin-Rationierungen, die Präsident Ahmadinedschad eingeführt hat. Jeder Bürger erhält künftig nur 100 Liter Benzin pro Monat. Die öffentlichen Verkehrssysteme sind überlastet und Menschen wissen nicht, wie sie zur Arbeit kommen. Guter deutschsprachiger Bericht HIER. Weitere Infos (englisch) und Bilder auf Gateway Pundit und Iran Focus.
Der Iran ist einer der größten Erdölexporteure der Welt.
Gar nicht smart
Juni 28, 2007

Aktuelle Smart-Werbung: Reiten auf der Klimakoller-Welle
Wie Leser dieses Blogs wissen, glauben wir lange nicht alles, was uns ein elitärer Zirkel von “Klimaexperten” und Unterdrückern abweichender Meinungen uns glauben machen will. Jetzt ärgert uns smart mit einer Werbung, die voll auf die Doofheit des Bürgers setzt.
“Braucht man 200 PS, um eine Spritztour zu machen? Braucht man zwei Liter Benzin, um einen Liter Milch zu kaufen?” Mit solchen Gaga-Fragen geht uns die smart-Werbung derzeit auf den Senkel. Der smart ist ein Verkaufsflop und über die Öko-Schiene will man ihn neu positionieren. Deshalb greift das sorgengeplagten Top-Management noch mal tief in die Tasche und sponsert die Live Earth-Konzerte am 7. Juli, für die sich Gitarre spielende Gutmenschen einspannen lassen. Alle Artikel über den Klimakoller im Blog.
Kriegt was gebacken: Düsseldorfs neuer Prinz
Juni 28, 2007

Düsseldorfs bester Bäcker: Josef Hinkel - Foto: Herbert Slevogt
Das ist ein Prinz von echtem Schrot und Korn: Josef Hinkel (47), Düsseldorfs bester Bäcker! Ihm werden wir ab dem 11.11. zujubeln und Helau rufen. Der Mann ist echt, der Mann ist jeck, wie schon sein Vater Kajo, der die Narren vor 20 Jahren regierte.
Barbara Oxenfort – mit Tobias Ludowigs, Partner im “Weinhaus Tante Anna”
Ihm zur Seite steht als Venetia ein jeckes Kind der besonderen Art: Barbara Oxenfort (41). Die Tochter von CC-Präsident Engelbert Oxenfort und “Weinhaus Tante Anna”-Chefin hat den Frohsinn im Blut. Mit vier Jahren stand sie das erste Mal auf der Bühne und sie hat den Vorteil, dass sie die Narrengemeinde nicht nur ansprechen sondern auch ansingen kann. Fehlt jetzt noch – ein witziger Hoppeditz!
Kultige Katrin goes offline
Juni 28, 2007

Macht jetzt TV-Karriere: Katrin
Das schönste Web-Gesicht, Kult-Web-TV-Queen Katrin Bauerfeind (“Ehrensenf“) wechselt vom neuen zum alten Medium. Sie ist in Pole Position für die Moderation des Kulturmagazins “Stilbruch“, meldet Peter Turi auf seinem Medienblog.
Glatzen-Hauptstadt Halberstadt?
Juni 28, 2007
Lagebericht aus Halberstadt. Ein Neonazi-Devotionalien-Laden. Ein zusammengeschlagenes Schauspieler-Ensemble, Angriffe auf Punks – der Berliner “Tagesspiegel” skizziert das 40.000-Einwohner-Städtchen Halberstadt am Rande des Harz als Glatzen-Hauptstadt.




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