PSD Baugeld

Düsseldorf Headlines, Dienstag, 28. August

August 28, 2007

BILD: Der Junge (9) wurde auf einer Baustelle von einer Betonröhre überrollt – MIT KERZEN UND BLUMEN TRAUERN DIE KINDER UM MARC

EXPRESS: Gefahr durch Rohre und Gruben überall in der Stadt – DER BAUSTELLEN-IRRSINN

NRZ Düsseldorf: SCHMERZEN, DIE NOCH LANGE WIRKEN – Kriminalität. Nach dem brutalen Überfall auf das “Marcel’s” verlangt Wirt Abed Mansour von der Polizei mehr Überwachung.

RHEINISCHE POST: BABYBETREUUNG IM AKKORD – In Düsseldorf kommen mehr Babys zur Welt als 2006. Kinderkrankenschwestern und Hebammen bekommen den Trend in den Kliniken zu spüren. Nachts kümmern sie sich um bis zu 30 Neugeborene – oft alleine auf der Station.

WZ Düsseldorfer Nachrichten: EINE STRASSE IM AUFSCHWUNG – Stadtplanung. Der Umbau der Graf-Adolf-Straße hat bereits erste positive Auswirkungen.

Hinweis: Zeitungen in alphabetischer Reihenfolge – eigentliche Headline in Versalien.

Montag: Machen Sie Kids fit für den Verkehr!

August 27, 2007

Am kommenden Montag (9-16 Uhr) findet auf dem Gelände des Rheinbahn-Betriebshofs in Lierenfeld (Lierenfelder Straße 40) der „Düsseldorfer Verkehrssicherheitstag“ statt. Eine gute Gelegenheit, Kinder von Fachleuten für den Straßenverkehr fit zu machen. Es werden rund 3.500 Schülerinnen und Schüler aus den 4. Klassen der Düsseldorfer Grundschulen erwartet.

Auf kurzweilige und lehrreiche Art lernen die Kinder, wie sie sich richtig im Verkehr zu verhalten haben. Die Schüler werden in Begleitung ihrer Lehrer und einiger Eltern am Montag auf dem Betriebshof erwartet. Die Verkehrssicherheitstage werden von einer Arbeitsgruppe organisiert, der Lehrer (Fachberater für Verkehrserziehung), Polizei, Städtisches Amt für Verkehrsmanagement, Verkehrswacht und Rheinbahn angehören. Sie wird von Schulrat Dr. Karl-Heinz Saueressig geleitet.

Zweierlei Maß

August 27, 2007

Nach dem Aufschrei nach den “Hetzjagden” von Mügeln in Sachsen und dem rheinland-pflälzischen Guntersblum nun ein neuer Zwischenfall. Aber: Keine Tagesschau, kein Politiker meldet sich zu Wort, selbst Claudia Roth bleibt stumm.

Es passierte in Bad Godesberg. Die Täter schlugen mit Flaschen und Baseballschlägern, rund 50 Polizisten waren im Einsatz, elf Schüler wurden verletzt.

Doch dies blieb, wie zahlreiche Zwischenfälle dieser Art, ein lokales Ereignis, über das ausschließlich die Lokalzeitungen, in diesem Fall der Bonner Generalanzeiger, berichten. Grund: Die Opfer waren Deutsche, die Täter, laut Polizei, Türken und Marokkaner. In solchen Konstellationen bleiben Empörungsrituale aus und niemand fühlt sich berufen, derartige Übergriffe zu verurteilen, die Rollen waren einfach falsch besetzt. Deutsche schlagen Ausländer = Schlagzeile, Ausländer schlagen Deutsche = lokales Ereignis.

Zweierlei Maß.

Düsseldorf Headlines, Montag, 27. August

August 27, 2007

BILD: Er spielte mit Freunden an einer Baustelle / MIKE (9) VON BETON-RÖHRE ERSCHLAGEN

EXPRESS: SCHLAMPEREI KOSTETE MARK (9) DAS LEBEN / Ungesichertes Betonrohr löste sich aus Stapel und überrollte das Kind.

NRZ Düsseldorf: PLÖTZLICH IST DER KINDERWAGEN WEG / Diebstahl. Oft ärgern sich uneinsichtige Nachbarn über die Gefährte im Treppenhaus. Jetzt werden sie sogar schon gestohlen.

Rheinische Post: SO FEIERT DIE SCHADOWSTRAßE / Eine Million Besucher auf Düsseldorfs großer Einkaufsmeile hatten am Wochenende richtig Spaß. Das neue Festkonzept mit vielen unterschiedlichen Angeboten für die ganze Familie ging auf.

WZ Düsseldorfer Nachrichten: KARIBISCHES FLAIR BEIM STRAßENFEST / Massenauflauf. Hunderttausende besuchten am Wochenende das Fest rund um die Schadowstraße – das Wetter spielte mit. 

Hinweis: Zeitungen in alphabetischer Reihenfolge – eigentliche Headline in Versalien.

Schadowstraßenfest fehlt es an Kreativität und Besuchern

August 25, 2007

25082007718.jpg

Rummel auf der Schadowstraße, viele Verkaufsstände, wenige Höhepunkte  -  Foto: Düsseldorf Blog

Heute mal eine Stunde (gegen 15 Uhr) beim Schadowstraßenfest vorbei geschaut. Samstag-Resüme: Die hochtrabenden Ankündigungen, man erwarte bis zu einer Million Besucher, gehen weit an der Realität dabei - 100.000 bis 150.000 Besucher an beiden Tagen scheinen realistisch.

25082007720.jpg

Top: Das Technische Hilfswerk (THW) weiß, was Jungen mögen – Louis (8) lernt Bagger fahren 

Positiv: Die Aktivitäten für Kinder vor dem Schauspielhaus. Wenn Sie ein Kind haben, gehen Sie morgen hin, es lohnt sich. Hüpfburg und Profi-Trampolin-Installation mit witzigem Hamburger Betreiber, Enten-Angeln, Kettenkarussel, Torwand-Schießen und diverse Spiele machen den Gustaf-Gründgens-Platz, den hässlichsten der Stadt, an diesem Wochenende zu einem schönen Ort für Kinder. Besonders bemerkenswert die Jungs vom Technischen Hilfswerk. Nägel kloppen, mit Absicherung einen Getränkekisten-Turm bauen und – vor allem – einen Bagger richtig bedienen dürfen – da schlagen Kinderherzen doch höher. Die “Partymeile” entpuppte sich denn weitgehend als Verkaufsausstellung. Dem Handel mangelt es – wen wundert das! – an Kreativität. Doch was auf den Bühnen zum Teil geboten wird, kann sich gleichwohl hören lassen. Hier noch mal das Programm (pdf).  

Gerechtigkeit für Hatun?

August 24, 2007

Hatun Sürücü wurde am 7. Februar 2005 auf offener Straße von ihrem Bruder Ayhan erschossen. Er wurde im April 2006 zu einer Jugendstrafe von neun Jahren und drei Monaten verurteilt. Die Familie triumphierte, das – angenommene – Kalkül war aufgegangen, der Jüngste der Familie erhielt nur eine geringe Strafe. Die Staatsanwaltschaft will nun die Tatbeteiligung der Familie nachweisen. Am Dienstag beginnt die Revisionsverhandlung – “Terre des Femmes” beobachtet. Gerechtigkeit für Hatun?

Zürcher Sozial-Gschnetzeltes

August 24, 2007

Nein, wirklich tröstlich ist es nicht: Wir sind nicht allein in der gnadenlosen Dummheit, mit der wir das Geld brav arbeitender Menschen an Nichtsnutze und Sozialschmarotzer verteilen. Aber es sieht so aus, als wären die Schwyzer noch blöder als wir. Die Weltwoche über Zürcher Sozial-Gschnetzeltes.

Hetzjagd II

August 24, 2007

muegeln.jpg

Opfer von Mügeln 

Genau 1.330.000 Einträge bietet google bei der Kombination der Suchworte “Mügeln Hetzjagd”. Der Zwischenfall in dem sächsischen 5000-Einwohner-Kaff hat mächtig die Runde gemacht. Die Medien standen kopf und auch das Ausland nahm freudig Anteil, CNN berichtete, der indische Botschafter äußerte sich besorgt…Deutschland nahm Schaden.

Jetzt ein neuer Zwischenfall. In Guntersblum, Rheinland-Pfalz, sind zwei Afrikaner verfolgt, beleidigt und verprügelt worden – krankenhausreif (gottseidank inzwischen entlassen). Und, siehe da, der Begriff “Hetzjagd” hat sich derartig medientauglich etabliert, dass er gleich wieder hergenommen wird

Zwei Mal “Hetzjagd” innerhalb weniger Tage, kein Wunder, dass “Guntersblum” heute Großalarm in der Tagesschau auslöste. Gefühlte drei Minuten berichtet die ARD-Newsmühle über den Vorfall. Kurt Beck meldet sich staatstragend zu Wort. Ursula von der Leyen versichert, die Mittel gegen Rechtsextremismus seien auf 24 Mio. aufgestockt worden, es gebe 90 Aktionspläne gegen Rechts, 60 davon im Osten. Und: “Wir wollen den Rechtsextremen nicht das Feld überlassen.” Angela Merkel, der die Guntersblum-Nachricht in ihre sorgfältiges Koalitions-Halbzeit-Gartenparty platzte, ergänzte: “Das muss eine ganz beständige Arbeit sein.”

Was an diesem Thema aufstößt:

1.) Die gewaltbereiten Dummköpfe, die Frust über ihr eigenes Versagen an Fremden abarbeiten. Sie gehören zügig ermittelt und sollten schärfstmöglich bestraft werden,

2.) der gleichgeschaltete und im Regelfall nichts hinterfragende Medien-Alarmismus, der reflexartig ausbricht, sich in Schockwellen verbreitet und der diese Fälle von Körperverletzungen zu einem Drama auf internatonaler Bühne aufbläst,

3.) die Absahn-Mentalität der geschäftstüchtigen Betroffenheits-Kamarilla, deren Töpfe jetzt noch bereitwilliger gefüllt werden als vor Mügeln. Rechtsextremismus = Kohle, zwei Mal “Hetzjagd” innerhalb weniger Tage = mehr Kohle.

Was haben gutmenschliche Geschäftemacher und Betroffenheitswellenreiter nicht schon alles gegründet: Aktion gegen Rechts, Gesicht zeigen, Aktion gegen Rechtsextremismus, Netz gegen Rechts, um nur ganz wenige Vereinigungen zu nennen.

Von der Leyen gibt 24 Mio. Euro. Das meiste davon wird versickern und nichts bewirken. Nötig wäre eine konsequente Wurzelbehandlung, aber es ist ja viel einfacher, Geldhähne zu öffnen.

Nachtrag: Der ehemalige sächsische Innenminister Eggert sieht das ähnlich – Gastbeitrag in der FAZ.

Nachtrag: Leicht überarbeitet am 27.8.

Onkel Oberbilks Tipps für’s Wochenende

August 24, 2007

Dieses Wochenende ist in Düsseldorf nicht viel los, dafür nebenan in Essen um so mehr. Die Loveparade steht an, und das zum ersten Mal im Pott.

Samstag 25.08. / 22.00 h / Rheingold / Poisonclub

PoisonClub.gif

DJs: Marco Remus, Alex Kvitta (live), Frank Sonic, Nathalie de Borah, Beat Brothers, Jule Vibes, DJ Spacelab, Large Ear u.m.

Der Poison Club im Rheingold hat Kultcharakter. Da es ihn in dieser Form schon seit Jahren nicht mehr gibt, erfährt er zur Loveparade seine Auferstehung, und so kann wie einst zu Sounds von heute aus den Cases von Marco Remus oder Nathalie de Borah gefeiert werden.

 

Am Sonntag wird Tom Novy in der Kiesgrube sein. Mehr erfahrt ihr hier!

Euer Onkel Oberbilk
 

Hunderttausende Besucher werden erwartet – Sonne und Stimmung beim großen Straßenfest auf der Schadowstraße

August 24, 2007

Plakat_Schadowstrassenfest_A4_neu.gif

Das Schadowstraßen-Fest hat als Sommerereignis einen großen Namen, und auch in diesem Jahr wollen die Organisatoren dem wieder gerecht werden. Livemusik auf sechs Bühnen, Unterhaltung für Kinder, Karussels und Büdchen sind die Zutaten für ein Fest für die gesamte Bevölkerung, das auf Erfolg programmiert ist und zu dem die Sonne lachen wird.

Sensationell “Still Collins”, eine Band deren Sound einem vorgaukelt, Phil Collins zu hören, wenn man dabei die Augen zumacht. Weitere großartige Coverbands sind die “Queen Revival Band”, “A Tribute to Supertramp”. Im Programm auch die “Swinging Fanfares”.

Zum Schadowstraßen-Fest, einem der größten Straßenfeste Deutschlands, werden einige Hunderttausend Besucher erwartet.

« Vorherige SeiteNächste Seite »