PSD Baugeld

Rathaus-News

Oktober 29, 2007

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++ “Sicher unterwegs in Düsseldorf”: Verkehrssicherheit-Kampagne der Stadt zu Beginn der dunklen Jahreszeit. Weiterlesen

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++ Halloween – Die Nacht des Grauens – 31. Oktober: Filmspecial und Gruselführungen für Kinder und Erwachsene im Filmmuseum. Weiterlesen

++ Wohnen in Düsseldorf – Dialog zur Stadtentwicklung: Stadtplanungsamt lädt zur Diskussion ins Stadtsparkassen-Forum zum Thema “Wohnen in Düsseldorf”. Weiterlesen

++ Joggen am Rhein und Masterplan Wassersport: Zwei Ausschüsse kommen am Mittwoch, 31. Oktober, zu öffentlichen Sitzungen zusammen. Weiterlesen

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++ Action nicht nur auf der Leinwand: 22. KinderKinoFest vom 15. bis 21. November in Düsseldorf. Weiterlesen

++ Lebensmotto: “Freud’ und Leid gemeinsam erleben”: Die Eheleute Sibylla und Erich Habicht aus Mörsenbroich feiern am Dienstag, 30. Oktober, ihren 70. Hochzeitstag, die so genannte Gnadenhochzeit. Weiterlesen

++ Böll-Abend in der Zentralbibliothek: Am Mittwoch, 31. Oktober, 20 Uhr gibt es das literarisch-musikalische Programm „Lebenslang dauert das Leben nur einmal” von Almutz Grytzmann und Gregor Pronobis über Heinrich Bölls Satiren und Erzählungen. Weiterlesen

Düsseldorf Headlines, Montag, 29. Oktober

Oktober 29, 2007

BILD: ERMORDETE NITRIBITT – DAS TATORT-FOTO – Vor 50 Jahren wurde Düsseldorfs berühmteste Prostituierte ermordet. Ein neues Buch zeigt, wie die Polizei die Leiche fand

EXPRESS: JECKE BEGEISTERUNG AN DER LOIPE

NRZ Düsseldorf: “WO GEHT’S DENN HIER ZUR BRATWURST?” – Ski-Langlauf-Weltcup. Volles Haus am Wochenende: Kunststoff-Messe, verkaufsoffener Sonntag und dann noch der Langlauf.

RHEINISCHE POST: Besuchermagnet Landeshauptstadt – DÜSSELDORF BRUMMT – 350.000 Mernschen strömten zum Skilanglauf Weltcup. Die Rennen begeisterten, das Musikprogramm abseits der Piste gefiel. Am verkaufsoffenen Sonntag war die Stadt proppevoll. Auch die Messe K meldet mehr Besucher.

WZ Düsseldorfer Nachrichten: 350.000 BEIM WINTERZAUBER AM RHEIN – Ski-Langlauf. Der Weltcup lockte am Wochenende wieder die Massen ans Rheinufer.

Hinweis: Zeitungen in alphabetischer Reihenfolge – eigentliche Headline in Versalien.

Rathaus-News

Oktober 27, 2007

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++ Adel und Bild: Hauptstaatsarchiv zeigt vom 27. Oktober bis 16. Dezember Exponate der Familie Harff-Dreiborn im Düsseldorfer Stadtmuseum. Weiterlesen

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++ “Pop am Rhein”: Lesung mit Elektronik-Musik: Im Rahmen des Köln-Düsseldorfer Veranstaltungsprojekts “Pop am Rhein” ist am Mittwoch, 31. Oktober, der Autor Peter Glaser im Heinrich-Heine-Institut, Bilker Straße 12-14, zu Gast. Weiterlesen

++ Jugendhilfeplanung, Kreisverkehre und die Kleine Kommission Oper: Zwei Ausschüsse kommen am Dienstag, 30. Oktober, im Rathaus zu öffentlichen Sitzungen zusammen. Weiterlesen

++ Familienpatin und weiterer Ausbau B8: Gleich drei Bezirksvertretungen kommen am kommenden Dienstag, 30. Oktober, zu ihren nächsten Sitzungen zusammen. Die Bezirksvertretung 2 tagt ab 16 Uhr in der Bezirksverwaltungsstelle 2, Grafenberger Allee 68. Weiterlesen

++ Bericht aus der Bezirksvertretung 6: Die Bezirksvertetung 6 traf sich am Mittwoch, 24. Oktober, zur öffentlichen Sitzung und beschäftigte sich unter anderem mit dem Thema “Das Rather Tierheim an der Rüdigerstraße”. Weiterlesen

++ Allerheiligen sind alle Museen geöffnet: Ein volles Programm bieten die Düsseldorfer Museen am Feiertag Allerheiligen (1. November). Weiterlesen

++ Familienfrühstück im Salzmannbau: Das Bürgerhaus Bilk und die Aktion Gemeinwesen und Beratung e.V. laden am 4. November, ab 10.30 Uhr, wieder zum monatlichen Familienfrühstück in den Salzmannbau, Himmelgeister Straße 107 h, ein. Weiterlesen

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++ Infoabend der VHS zum Thema “Energie im Bauch”: Einen Infoabend bietet die Volkshochschule am Dienstag, 30. Oktober, 18.30 Uhr im Saal 2 des Weiterbildungszentrums, Bertha-von-Suttner-Platz 1, an. Weiterlesen

Kurt “Bart” Beck – Angelas Liebling?

Oktober 26, 2007

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Jetzt die klare Nr.1 der SPD: Kurt Beck

Mit einer Zustimmung von 95,5 Prozent der Delegierten des SPD-Parteitags hat “Agenda 2010″-Abrissbirne Kurt (“Bart”)Beck die SPD-Kanzlerkandidatur jetzt sicher. Der Pfälzer, der gegen Franz Münteferings Widerstand das Koordinatensystem der SPD nach links verrückte, sieht diesen “Linksruck” nicht. Die CDU sehr wohl. Generalsekretär Ronald Pofalla ortet ihn bereits auf den Spuren Lafontaines.

Interessant die Sichtweise der FAZ. Sie glaubt, Angela Merkels Strategiesinn so zu deuten, dass Beck ihr der liebste Gegner im Bundestagswahlkampf 2009 sei. Sogar der 1976 erfolgreiche Slogan “Freiheit statt Sozialismus” könne reaktiviert werden.

Hat was.

Das große Schweigen

Oktober 26, 2007

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Die niederländische Online-Zeitung Het Vrije Volk beklagt in einem Kommentar das laute Schweigen der Medien über Übergriffe muslimischer Jugendbanden im Lande: ”Das große Schweigen hat begonnen”. Der Kommentator Michel van Dijk kriiisiert, die Medien würden aus politischer Korrektheit ihrer Verantwortung nicht gerecht.

Wer Probleme anspreche, bekomme es mit der “Gedankenpolizei” zu tun und werde als “Rassist oder Faschist” gebrandmarkt. In der “Post-Fortuyn-Periode” habe man diese Themen offen adressieren können, selbst in linken Kreisen sei es weniger ein Tabu gewesen, solche Themen anzusprechen.

Über die andauernden Brandstiftungen im Amsterdamer Stadtteil Slotervaart werde geschwiegen, ebenso über entsprechende Übergriffe im Westland, Deventer, Leiden, Haarlem, Tilburg und Den Helder, wo Jugendliche aus den Antillen für Unruhen verantwortlich seien.

Die Medien, so “Het Vrije Volk” ließen sich unter politischen Druck setzen.

Dazu diese Posts aus dem Düsseldorf Blog:

Waren’s wieder die Finnen?

Marokkaner erschossen – gewalttätige Unruhen in Amsterdam

Brussels Journal: Turks set Cars alight in Brussels 

Rathaus-News

Oktober 26, 2007

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++ “ePass” mit Fingerabdrücken wird eingeführt: Ab 1. November in allen Bürgerbüros. Daten werden dauerhaft nur auf dem Reisepass gespeichert. Weiterlesen

++ Von Beruf: Schauspieler: Ausstellung erinnert an Gründgens’ Düsseldorfer Jahre 1947 – 1955 “Ich bin nicht nach Düsseldorf gekommen, um Berliner Theater zu machen.” Weiterlesen

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Nachwuchs im Aquazoo: Kreuzkrallenotter

++ Abermals Otternachwuchs im Aquazoo – “Julischka” und “August” landeten ihren dritten Wurf: Seit 1999 leben in der Tropenhalle des Düsseldorfer Aquazoos die possierlichen Kurzkrallenotter, deren angestammte Heimat Asien ist. Weiterlesen

++ Ein ganzer Tag für den Film: 28. Oktober: Aktionsprogramm zum UNESCO-Welttag des audiovisuellen Erbes im Filmmuseum. Weiterlesen

++ Chor 77 Düsseldorf lädt zum Jubiläumskonzert: Unter der Schirmherrschaft des Oberbürgermeisters steht das Jubiläumskonzert, das der “Chor 77 Düsseldorf e.V.” am Sonntag, 28. Oktober, 16.30 Uhr, im Festsaal der Waldorf-Schule, Diepenstraße 15, gibt. Weiterlesen

++ Literarisches Solo in Derendorf: Die Literaturwissenschaftlerin und Journalistin Gabi Rüth ist am Sonntag, 28. Oktober, 11 Uhr, zu Gast in der Stadtbücherei Derendorf, Blücherstraße 10. Weiterlesen

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++ Die deutsche EU-Ratspräsidentschaft – Eine Bilanz: Eine Podiumsdiskussion bietet die Volkshochschule in Zusammenarbeit mit dem Büro für regionale und europäische Zusammenarbeit der Landeshauptstadt Düsseldorf und der Konrad-Adenauer-Stiftung am Montag, 29. Oktober, 18 Uhr an. Weiterlesen

++ Halloween in der „Kinderspielhaus-Geistergruft”: Willi, der Werwolf, Killerkröten und Riesenspinnen bevölkern am Mittwoch, 31. Oktober, und Freitag, 2. November, zwischen 14 und 17.30 Uhr das Kinderspielhaus an der Dorotheenstraße 39 in Flingern. Weiterlesen

++ Wahlausschuss stellt Ergebnis der Wahl zum Jugendrat fest: Die Wahl zum Jugendrat ist gelaufen, die Stimmen sind ausgezählt. Weiterlesen

++ Renovierung: Kinderbücherei rund einen Monat geschlossen: Die Kinderbücherei Hassels, In der Donk 66, bleibt vom 29. Oktober bis einschließlich 5. Dezember wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. Weiterlesen

Macht Strom und Kraftstoffe teurer!

Oktober 26, 2007

Provokative Forderung eines Düsseldorfer Autors

Der Mann hat Mut. Verbraucher und Politik protestieren wutentbrannt gegen die Erhöhung der Strompreise und das ständige Drehen an der Benzinpreisschraube,  doch scheinbar ungerührt fordert der Düsseldorfer Unternehmensberater Florian Josef Hoffmann: „Macht die Energie teurer!“

Soeben ist Hoffmanns neues Buch – „Globalökonomie“ – mit einer Reihe kämpferischer Thesen erschieben. Nicht weniger als „Rezepte zur Rettung der Welt“ bietet er dort an. Eines der Rezepte: Um die Rohstoffvorkommen der Erde nicht endlos auszuplündern, soll ihre Ausbeutung  per staatlichem Dekret  gestoppt werden. Mit der Folge, dass die Energie (Strom. Kraftstoff) noch teurer wird als sie schon jetzt ist. Hoffmann: „Nur bei teurer Energie lohnt es sich, in technologische Neuerungen zu investieren. Das fördert den Fortschritt und schont die Reserven unserer Erde.“

Hoffmann pfeift auf die political correctness, wenn er seine Analyse in kritische Bewertungen und dezidierte Forderungen umsetzt. Er argumentiert gegen die Fesseln, die das Kartellrecht der Wirtschaft anlegt, ebenso wie gegen die einseitige Betrachtung des Wirtschaftslebens aus Verbrauchersicht.

Ein starker Staat ist laut Hoffmann Garant für eine starke Wirtschaft. Er hat die Kraft, Normen durchzusetzen und strenge Grenzen zu setzen (beispielsweise in der Umweltpolitik). Dieser regulierende ordnungspolitische Rahmen („Ordoliberalismus plus“) schafft zugleich die Voraussetzungen dafür, die individuellen Freiheiten – innerhalb der gesetzten Grenzen – zu bewahren.

Schlussendlich fordert Hoffmann nicht weniger als die Schaffung einer Weltregierung. Die Staaten seien Verursacher der verantwortungslosen Ausbeutung unserer Ressourcen, denn sie setzen die Rahmenbedingungen. Einhundert Prozent aller Explorationen würden entweder direkt von Regierungen oder aber auf Grund staatlicher Konzessionen getätigt. Global Government allein sei in der Lage, das Ruder herumzuwerfen und eine Energie- und Umweltpolitik des gerechten Ausgleichs anzusteuern.

Der Kaiserswerther, der sich jetzt so provokant an die Öffentlichkeit wendet, kann auf eine vielseitige Karriere verweisen. In Düsseldorf hat der jetzt 60-jährige in jungen Jahren mal das legendäre „Tor 3“ betrieben. Als gelernter Jurist und Betriebswirt war er Chef einer Porzellanfabrik, hat Textilien produziert und Handy-Software entwickelt. Nach der Wende im Osten engagiert, war er Anfang der 90-er Jahre IHK-Präsident in Thüringen. Seit mehr als zehn Jahren lebt und arbeitet er wieder in Düsseldorf.

Hoffmann sieht sich selbst als „Liberal-Konservativen“ und plädiert für einen „grünen Kapitalismus“. Mag sein, dass seine Thesen einem anderen Kaiserswerther gut gefallen: Michael Müller (SPD), Staatssekretär im Bundesumweltministerium, kämpft in der Bundesregierung (und außerhalb) für den Ausbau alternativer Energien (Windräder, Hybridtechnik beim Auto). Hoffmanns Ruf nach höheren Preisen könnte durchaus dazu passen. Sein Kredo im parteipolitischen Spektrum jedoch passt nun ganz und gar nicht zum bekennenden Links-Sozialdemokraten Müller. Hoffmann in seinem Buch über sich selbst: „Ich bin ein Grüner, ein Konservativer, ein Liberaler und ein Sozialer….. nur eines bin ich nicht: Ich bin kein Sozialist.“ Links dazu: www.global-oekonomie.de, www.greencapitalism.org
Florian J. Hoffmann: GlobalÖkonomie – Die Erde ist unser Kapital; ISBN: 978-3-8334-9719-3; Verlag: Books on Demand
Preis: 13,90 €
 

Rathaus-News, Freitag, 26. Oktober

Oktober 26, 2007

BILD: Handwerkskammer-Präsident schlägt Alarm / IN DÜSSELDORF FEHLEN 7000 FACHARBEITER

EXPRESS: Rosenmontags-Zoch 2008: Bonbons sind streng verboten / JETZT KOMMT DIE KAMELLE-POLIZEI

NRZ Düsseldorf: WENN DER SCHNEE VOM TIEFLADER FÄLLT / Ski-Langlauf-Weltcup. Das Rheinufer wird seit gestern wieder winterfest gemacht, damit morgen kräftig gefeiert wird.

Rheinische Post Düsseldorf: SCHNEE FÜR MORGEN / Düsseldorfs Mega-Wochenende: 350 000 Zuschauer bei der Skilanglauf Weltcup-Eröffnung, verkaufsoffener Sonntag von 13 bis 18 Uhr und rund 200 000 internationale Gäste bei K, der größten Kunststoffmesse der Welt.

WZ Düsseldorfer Nachrichten: FRIDEHOF: SANIERUNG WIRD TEUER / Golzheim. Der Victoria-Neubau könnte auch sein Gutes haben. Denn viele Gräber werden nun vielleicht saniert.

Hinweis: Zeitungen in alphabetischer Reihenfolge – eigentliche Headline in Versalien.

Kaczynskis Konzeptlosigkeit

Oktober 25, 2007

Düsseldorf Blog-Leser Ronin hat diesen Beitrag über die Abwahl des polnischen Präsidenten verfasst: 

Polens Veto zur  Europäischen Verfassung konnte nur diejenigen überraschen,  die sich in den politischen  Traditionen Polens nicht  auskennen. 

„Wir wollen nicht mehr als unser Recht“, sagten der polnische Präsident Kaczynski, und der Regierungsbeauftragte Cichocki sieht keinen Grund zu Aufregung, da das Einlegen eines Vetos etwas ganz normales ist. Es ist für mich fast  unwichtig zu wissen, ob und welche rationalen Gründe dieses Veto hatte,  amüsiert  habe ich mich bei dieser  Nachricht  prächtig, da  gewisse historische Assoziationen in dem  Fall für mich nicht zu übersehen waren.

Liberum veto 

Die Geschichte des polnischen  Parlaments oder besser Landtages fängt im  14. Jahrhundert an und endet mit der zweiten nach Frankreich modernen Verfassung vom 3. Mai 1791. Die Streitsucht des  polnischen  Geschlechts  in dieser Zeit ist schon sprichwörtlich. Da wurde überaus gern und häufig von dem Ordnungs-Gesetz  „Liberum veto“ Gebrauch  gemacht, das  jedem  Adeligen  das  Recht gab,  die Verhandlungen jeder Zeit nach Bedarf oder Laune  abbrechen zu dürfen. 
Das Einstimmigkeitsgebot (die 100% Zustimmigkeit forderte) hat  sich in der  Praxis   als großes  Hindernis  erwiesen. In mancherlei  Hinsicht waren die leidenschaftlichen Streitigkeiten  die Ursache von zahlreichen  politischen Katastrophen, die den Polen im folgenden  Jahrhundert  zugestoßen sind.

Streitzwang 

Ist der traditionelle „Streitzwang“  plötzlich zu Wort gekommen,  oder war es  reiner Zufall; niemand weiß es.  Fakt ist, dass es gute, lästige und überflüssige Traditionen gibt, an denen  sich die Politik nach Bedarf bedient.   Eine blinde Reanimation  von fragwürdigen Traditionen  weist auf eine politische Konzeptlosigkeit hin,  die in der  Politik tödlich enden muss. Und dies hat den  National-Konservativen  sehr geschadet und sie letztendlich gestürzt.

Von der neuen Regierung  sollte man  keine diplomatischen Exzesse  erwarten, schon deshalb, da sie durch die Katholische Kirche nicht erpressbar ist.  Das entspricht den guten aufklärerischen Traditionen,  die es verdient haben, gepflegt zu werden. Nämlich die Kirche vom weltlichen Geschehen möglichst fern zu halten.  God save  Poland  und alle europäischen Länder vor politischem Provinzialismus  und religiöser  Herrschaft.

 

Jetzt will auch Heribert Prantl die Freilassung von Marco

Oktober 25, 2007

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Marco Weiss

Die türkische Justiz sollte den wegen des Verdachts auf Vergewaltigung schon fast ein halbes Jahr einsitzenden Marco Weiss (17) freilassen. Das sagt nun auch Heribert Prantl, der Innenpolitiker der Süddeutschen und gelernte Jurist, der zunächst begründet hatte, weshalb Kritik an der Vorgehensweise des Gerichts in Antalya nicht angebracht sei.

Am 9. August wies Prantl Kritiker der türkischen Justiz noch zurecht:

“Die rechtliche Abwicklung des Falles Marco in der Türkei unterscheidet sich von der Behandlung eines gleichgelagerten Falles in Deutschland nur in der Qualität des Gefängnisses und der Dauer der Untersuchungshaft.”

Jetzt hat Prantl festgestellt, dass seit Inhaftnahme ein halbes Jahr vergangen ist und kommt zu diesem Urteil hier:

“Der Prozess um Marco W. zieht sich bereits über ein halbes Jahr hin. Damit seine Untersuchungshaft nicht zur unzulässigen Überhaft wird, muss der junge Deutsche freigelassen werden. (…) Es ist, auch in dieser Zeitung, vor Monaten darauf hingewiesen worden, dass die rechtliche Behandlung des Falles in der Türkei sich von der Behandlung eines gleichgelagerten Falles in Deutschland nicht wesentlich unterscheidet.

Nach über sechs Monaten Haft greifen aber neue Gesichtspunkte. Länger darf eine U-Haft nur bei besonderem Umfang der Ermittlungen oder bei einem anderen sehr wichtigen Grund dauern. Die Oberlandesgerichte, die das hierzulande prüfen, sind zu Recht streng, und der Europäische Gerichtshof ist noch strenger. Ein triftiger Grund für überlange Haft ist nicht dargetan worden. Wenn Marcos U-Haft nun aufzuheben ist, dann nicht, weil Gnade vor Recht geht, sondern weil Recht Recht bleiben muss.”

Schon ein paar Tage zuvor hatte der Düsseldorfer Anwalt Ion Makris im Düsseldorf Blog aus dem gleichen Grund die Entlassung Marco Weiss’ gefordert.

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