Neue Gourmetadresse in Golzheim: Aus “KM 747″ wird ab dem 1. September das “Ashley’s”

August 10, 2009 by  

Gästen des Restaurants KM 747 in Golzheim schmeckte es meistens recht gut, sie gingen jedoch häufig ob der sehr überschaubaren Portionen mit knurrendem Magen. Das Problem werden Gäste des “Ashley’s” nicht haben. Bernd Krewerth, seit über 20 Jahren Inhaber des kleinen Nobelhotels “Ashley’s Garden”, übernimmt das bislang verpachtete Restaurant jetzt selbst, nennt es nun “Ashley’s” und will dort Speisen auf den Tisch bringen, die sich irgendwo im Orientierungsdreieck zwischen Alfredo, dem Derendorfer In-Italiener, dem Olio und Robert’s Bistro bewegen. Ashley’s wird Familienbetrieb und Verpachtungen kommen für Krewerth nicht mehr in Frage, nachdem er feststellen mußte, dass Verpachtung nicht unbedingt immer mit Einnahmen einher geht.

Dem KM 747-Inhaber Richard N. ist dem Vernehmen nach das Geld ausgegangen, wie auch ein Lieferant beklagt.  Ein Grund mag sein, dass er sich mit seinem Ableger KM City in der Klosterstraße (seit Monaten gleichfalls geschlossen) übernommen haben könnte.

Richard N. ist einer jener Gastronomen, über die man wohl sagen darf, dass sie die Weisheit, wonach der Köder dem Fisch und nicht dem Angler schmecken muß, nicht beherzigt haben.

Bernd Krewerth eröffnet sein “Ashley’s” inoffiziell an diesem Samstag, dem 18. August. An den ersten drei Abenden ist er bereits ausverkauft – nur durch Mundpropaganda. Die offizielle Eröffnung ist erst am 1. September.

Familie Krewerth ist Glück zu wünschen, denn außer dem Griechen Toxotis gibt es im Umkreis von 500 Metern kein gescheites Restaurant, von dem in letzter Zeit recht nachlässig geführten Rosati mal abgesehen: Das Vapiano, neu eröffnet, brummt zwar, aber Systemgastronomie ist denn doch nur was für junge Leute oder Sparhanseln, die gern anstehen (Sonntag gab’s schon Klagen über die Pasta). Der Rheinpark gegenüber ist eine sehr gute Adresse fürs Frühstück am Wochenende, doch abends essen sollte man lieber woanders, die Lieb- und Einfallslosigkeit ist schwer zu übertreffen. Der Italiener Sale e Pepe, ein Stück weiter runter Richtung Aquazoo, hat einen Garten, doch selbst an frischer Luft kann einen Übelkeit beschleichen, wenn ein gebratener Fisch vorbeigetragen wird. Somit hat Ashley’s die allerbesten Chancen, eine Erste Adresse im großräumigen Umfeld der Kreuzung Uerdinger-/Kaiserswerther Straße zu werden.

Kommentare

4 Responses to “Neue Gourmetadresse in Golzheim: Aus “KM 747″ wird ab dem 1. September das “Ashley’s””

  1. Andrea Sanders on August 17th, 2009 09:02

    Wie schade, dass die Apostroph-Verpestung kein Ende nimmt!

  2. Günther Dilly on September 21st, 2009 14:51

    Dass KM 747 nun Geschichte ist, bedaure ich sehr, auch wenn ich Bernd Krewerth alles Gute wünsche und hoffe, auch weiterhin eine interessante Adresse in unmittelbarer Nähe zur Messe zu haben. Ich werde mit Interesse testen!
    Geärgert habe ich mich über die rasche Abwertung von Norbert N., denn ich habe mich nicht nur immer sehr wohl gefühlt in seinem Restaurant, sondern bin auch nie hiúngrig nach Hause gegangen. Viele seiner Kreationen waren fü rmich kleine Entdeckungen der kulinarischen Art, was ja auch seine nicht wenigen Auszeichnungen belegt haben. Daher hoffe ich, ihm wieder zu begegnen.

  3. Valérie Offergelt on November 2nd, 2009 17:18

    wie Schade ! am 11. April letzten Jahres habe ich im KM747 meine Hochzeit gefeiert. Die ganze Hochzeitsgesellschaft (ca. 65 Gäste) hat hervorragend gespeist. Natürlich waren wir nicht zum “vollfressen” dort sondern um etwas besonderes, kulinarisches zu erleben in einer sehr schönen Atmosphäre. Es bleibt eine wunderbare Erinnerung. Nun bin ich bin gespannt auf das Neue. Ich werde es auf jedem Fall testen.

  4. Dirk on November 27th, 2012 13:39

    Ja, wirklich sehr schade… Ich muss mich meinen Vorschreibern anschließen: Auch wir haben im KM 747 immer wunderschöne Abende verbracht, hungrig mussten wir nie gehen. Und auch unsere Hochzeitsfeier dort war ein Highlight, an das alle immer wieder gern zurückdenken… Die etwas undifferenzierte Kritik an Richard N., der doch als kreatives Küchengenie immer wieder überraschen konnte, kann ich nicht nachvollziehen, vielleicht war der autor aber auch nie dort.