Marketing-Club Düsseldorf diskutiert mit Experten und Rathaus-Vertretern: Wofür steht die Landeshauptstadt und was macht Düsseldorf aus?

Oktober 9, 2012 by  

Wird der Köbogen prägend für das Düsseldorfer Image?

Düsseldorf hat keinen Hafen wie Hamburg, kein Brandenburger Tor wie Berlin, kein Oktoberfest wie München: Wofür steht eigentlich Düsseldorf, welche Vorstellung hat man im Rest Deutschlands von unserer Stadt? Und: Welche Signale müssen wir senden, wenn wir als Stadt so wahrgenommen werden wie wir uns selbst sehen: als pralle Metropole mit Lebensqualität, als Stadt der Kunst, der Mode und der Events, als Stadt, die stolz ist auf ihre Fortuna und die Rheinmeile, auf die Schuldenfreiheit, auf Schulen in die es nicht reinregnet und moderne Straßen- und S-Bahnen die, anders als in Berlin, das Stadtgebiet pünktlich duchqueren?

Der Marketing-Club Düsseldorf fragt am Donnerstag  (19 Uhr im Grünen Gewölbe der Tonhalle – auch Nicht-Clubmitglieder sind als Gäste willkommen): Was steht für Düsseldorf, was ist die Identität der Stadt?

Neben Clubmitgliedern diskutieren auf dem Podium:

  • Natalia Fedossenko, Uwe Kerkmann (Landeshauptstadt Düsseldorf)
  • Dr. Jürgen Schröder (McKinsey)
  • Thorsten Kausch (Hamburg Marketing)
  • Christian Mommertz (BBDO)

Bislang hat die Stadt Düsseldorf weder ein gewachsenes noch ein entwickeltes Markenprofil. Doch das soll sich ändern: Mit der Agenturwahl von BBDO Proximity hat Oberbürgermeister Dirk Elbers den Prozess zur Markenpositionierung Düsseldorfs nun konkret gemacht.a

Agenturaufgabe wird sein, ein Fremdbild für das Düsseldorfer Image „memorierbar“ zu machen. Aber: Derzeit. laufen alle subjektiven Äußerungen von Machern dieser Stadt auf ein Eigenbild hinaus, das die Beliebigkeit des Stadtbildes unterstreicht und mit der Aussage „Vielfalt“ einhergeht.

Also wird es in erster Linie Antworten geben müssen. Einige Fragen hier:

1. Für welche Kernkompetenz steht Düsseldorf ?

2. Welchen Nutzwert und welche Anreize soll Düsseldorf Investoren, Touristen, Neubürgern bieten?

3. Auf welche wenigen Ikonographien ist die Marke Düsseldorf reduzierbar

4. Welche (rheinische?) Tonalität soll die – dann dauerhafte – Kommunikation tragen ?

Gäste auf dem Podium geben bei der Diskussion im Grünen Gewölbe dazu Impulse:

Thorsten Kausch, der seit mehr als vier Jahren Erfahrungen mit der Stadtpositionierung sammelt, werden wir hören, dass die Führung einer Stadtmarke ungleich komplexer ist als für Produkt- oder Unternehmensdachmarken; Fremdbilder über Düsseldorf vermitteln uns McKinsey‘s aus In- und Ausland. Unser Wirtschaftsförderer Uwe Kerkmann wird uns verdeutlichen, welche wirtschaftsfördernden Botschaften zu senden sind; Natalia Fedossenko, die Kommunikationschefin Düsseldorfs, erläutert uns den Briefingrahmen und – last not least – wird uns Christian Mommertz, der Kreativdirektor BBDO, verraten, mit welchen Argumenten die Agentur den Pitch gewonnen hat.

Marketing-Club-Präsident Dirk Krüssenberg: „Ich bin sicher, dass wir mit unserer Kompetenz und unserem breiten Meinungsspektrum einige „Steilvorlagen“ für die Arbeit an der „Marke Düsseldorf“ liefern können und freue mich auf eine sehr spannende Diskussion.“

Kommentare

3 Responses to “Marketing-Club Düsseldorf diskutiert mit Experten und Rathaus-Vertretern: Wofür steht die Landeshauptstadt und was macht Düsseldorf aus?”

  1. Hans-J. Wiethoff on Oktober 10th, 2012 11:13

    Auf Schuldenfreiheit würde ich nicht pochen, das wird evtl. nicht Dauerhaft sein.
    und auf Berlin zeigen? Warum? Stellen wir Düsseldorf heraus!

    Düsseldorf leidet unter dem Nagativimage: Mehr scheinen als sein. Dieses Image drücken uns die Nicht-Düsseldorfer auf! Grund: Wer nach Düsseldorf kommt, kommt auch auf die „Kö“ und sieht die konzentrierte Pracht (da steht NY`s 5th Ave. weit abseits) Der Anteil der auf dem Laufsteg der Stadt – der Kö – flanierenden Menschen, die gepflegt aussehen und gut gekleidet sind, hebt sich deutlich von anderen Städten ab. Berlin-Kenner wissen was gemeint ist. Wer in Bochum, Essen, Wuppertal schnell mal zum Einkaufen geht wird sich kaum herausputzen – aber das geschieht bei einem Düsseldorf-Besuch und da möchten viele auch zu den Reichen und Schönen gehören und schneiden auf. Derweilen sitzt der Düsseldorfer bei der Haxe und beim Alt.

    Kernkompetenz?
    Lebensfreundliche Stadt in der Mitte Europas und Deutschlands
    „NRW-City“, in der rd. 20% aller Deutschen leben, bietet alles, was die Metropolen der Welt auch bieten.
    NRW-City (mit all den Stadtteilen die sich als separate Städte verkleiden) hat wahrscheinlich das größte Kulturangebot der Welt.
    Der „Stadtteil Düsseldorf“ ist Downtown. Die Kö und Umgebung ist downtown of downtown und bietet alles konzentriert und in walking distance. Shoppen, Essen, Trinken, Kultur, vielfältiges Nightlife, Safe und ohne Rotlicht..

    Business.
    Schreibtisch der Region
    Mode
    Werbung,
    Messen

    Touristen:
    Von Düsseldorf aus – dem Mittelpunkt – zu den unbekannten Orten der Region
    NRW-City: Schlösser (Benrath),Schloß Raesfeld, Burgen (Kappenberg), Wuppertal (Schwebebahn) Einfahrt in Bergwerke 700 m tief, Industrie-Museen, Mercedes-Produktion, Thyssen, Mannesmann (Stahl und Röhren)

  2. Werner Greb on Oktober 10th, 2012 20:07

    Bin leider BEFANGEN, geboren in Düsseldorf, noch dazu in Grafenberg……
    Düsseldorf ist schwer zu beschreiben, Düsseldorf muß man erleben, die Düsseldorf erlebt haben , werden Düsseldorf als eine der interessanten Städte in Deutschland in Erinnerung haben.

  3. Birnkraut, Klaus on Februar 25th, 2013 15:50

    Eine plötzliche Eingebung zum „Tausendfüßler“

    Die Stützpfeiler erinnern mich sehr an den Düsseldorfer Radschläger.

    Eine Stütze entsprechend erhalten und in einen Radschläger umfunktionieren .

    So verschwindet nicht alles auf Nimmerwiedersehen.

    Das wäre doch schön! Dann aber schnell handeln!

    Mit freundlichem Gruß

    Klaus Birnkraut