Stadt vernichtet Parkplätze

Dezember 12, 2012 by  

Die Anlieger werden sich freuen: Zwei Parkplätze weniger in der Augustastraße durch neu aufgestellte  Pflanzentröge

Einerseits will die Stadt Düsseldorf mit Car Sharing die Parkplatznot in der Stadt bekämpfen, die auch in den Leserbriefspalten Thema ist. Auch die Initiative von Roland Hahn vom Amt für Verkehrsmanagement, mit der neue Parkplätze geschaffen wurden, war ein Schritt in die richtige Richtung.

Anderseits geht die Stadt her und schafft Parkplätze durch völlig überflüssige und im übrigen auch hässliche „Straßenmöbel“ ab – wie hier in der Augustastraße im an Parkplätzen armen Stadtteil Pempelfort, wo durch die Pflanzentröge, die offensichtlich eine Garageneinfahrt markieren, von heute auf morgen zwei Parkplätze vernichtet wurden. Beispiele dieser Art gibt es auch um die Ecke, in der Tußmannstraße, wo durch das Abräumen von Waschbeton-Pollern neue Parkplätze geschaffen werden könnten. Man darf gespannt sein, ob das Amt für Verkehrsmanagement den Beton wieder abräumt. Nach einem Hinweis auf zwei niemals benutzte Behinderten-Parkplätze in und um die Tußmannstraße waren die entsprechenden Plätze tags darauf bereits freigegeben, die entsprechenden Schilder abgesägt. Also, liebe Verkehrslenker, gebt den Leuten ihre Parkplätze wieder.

Kommentare

One Response to “Stadt vernichtet Parkplätze”

  1. lastwagen on Januar 4th, 2013 00:41

    Nun,

    wenn die Wähler einer Stadt einen Immobilien- Profi zum OB emporheben, bekommt die Wählerschaft zwei unvermeidliche Entwicklungen. Die Verknappung von Wohnraum durch Nicht- Abrufen von Landesmitteln für den Sozialen Wohnungsbau und – besonders rentabel – die Verknappung von Parkraum für Pkw. Nur der zweite Aspekt soll hier betrachtet werden.
    Auf etwa 100 m Straßenlänge hat das Verkehrs“management“ der Stadt 2012 in Flingern Nord drei Parkplätze bepollert und bepflanzt, davon einen so bebaumt, dass ein Nr. 276- StVO- Zeichen im Sommer bewaldet ist (was die Polizei nicht hindert, die Betroffenen Höhe Lindenstr./Grafenberger alle abzugreifen.)
    Die Ökonomisierung des Parkraums erfolgt dadurch, dass das Ordnungsamt die seit Jahrzehnten unbestrittenen Gehweg- Parkplätze vor den Häusern be“bußt“. Obwohl diese Plätze in den 50ern gerade deswegen eingerichtet wurden, um die Autos von den Straßen zu bekommen. Im Bereich Flingern Nord hat das Ordnungsamt so auf 100 m Straßenlänge 14 Parkplätze in 2012 abgeschafft durch OwiG- Bekrönung. Ein Bombengeschäft für die Stadtverwaltung. Dieselbe erlaubt hingehen Gehwegparken in der Cranachstraße, wo dann die Füßgänger auf den Fahrradweg ausweichen müssen und in der Sohnstraße wird Gehwegparken erlaubt, weil ein unbedeutender Telefonanbier dort selber keine weiteren Parktplätze bauen möchte. Dass die 834er Busse dort fast nicht mehr aneinander vorbeikommen: ist egal.
    Das von der „beliebtesten Stadtverwaltung Deutschlands.“