Alternative für Deutschland in Düsseldorf gegen übertriebenen Nichtraucherschutz und Diskriminierung der Raucher

Juli 10, 2013 by  

Kurz vor Beginn der Größten Kirmes am Rhein hat sich der Stadtverband Düsseldorf  der  Alternative für Deutschland (AfD) gegen einen übertriebenen Nichtraucherschutz gewandt. In der Erklärung heißt es: Die Alternative für Deutschland in Düsseldorf unterstützt den Grundgedank des Nichtraucher-Schutzes. Er spricht sich aber dafür aus, die neuen übertriebenen radikalen Nichtraucherschutz –Regelungen dahingehend zu lockern, dass

a)      Gaststätten – so wie bisher auch – die Möglichkeit haben, abgetrennte Raucherzonen einzurichten, in denen Gäste rauchen können, ohne die nicht-rauchenden Gäste zu belästigen

b)      Gaststätten – so wie bisher auch – die Möglichkeit haben, sich als von außen klar zu erkennende Rauchergaststätte zu definieren.

c)       Bei Volksfesten in Zelten bzw. offenen Plätzen/Stadien Raucherzonen eingerichtet werden, so dass nicht-rauchende Gäste nicht durch Rauch belästigt werden.

Der Stadtverband Düsseldorf der AfD Alternative für Deutschland auch dem nächsten Landesparteitag einen entsprechenden Antrag stellen, um zu erreichen, dass der gesamte Landesverband diese Position unterstützt und in den politischen Diskurs mit einbringt.

Begründung:

Der nordrhein-westfälische Landtag hat am 29. November 2012 das „Gesetz zur Änderung des Nichtraucherschutzgesetzes NRW“ beschlossen, das zum 1. Mai 2013 wirksam wurd.  Damit wurde das erste Nichtraucherschutzgesetz aus dem Jahr 2008 massiv verschärft.

Wesentliche Eckpunkte des neuen Gesetzes sind:

  1. uneingeschränktes Rauchverbot in Gaststätten:Ausnahmen vom Rauchverbot für den Gaststättenbereich bestehen seit dem 01. Mai 2013 nicht mehr. Rauchergaststätten, Raucherclubs und Raucherräume sind nun nicht mehr möglich. Die im Hinblick auf die gesetzliche Regelung aus dem Jahr 2008 von Gastronomen durchgeführten Investitionen in Nichtraucherbereiche o. ä. sind damit nutzlos geworden.
  2. 2.       Uneingeschränktes Rauchverbot bei Brauchtumsveranstaltungen, auch wenn sie in Festzelten stattfinden. 
  3. 3.       Selbst in offenen Stadien darf nicht mehr geraucht werden.

Gegen diesen radikalen Nichtraucherschutz  laufen sowohl die Gastronomie als auch Brauchtums­vereine (Schützenvereine, Karnevalsgesellschaften, etc.) Sturm. Siehe z. B. http://www.derwesten.de/region/schuetzen-in-nrw-sammeln-unterschriften-gegen-das-rauchverbot-id8042675.html

Bei dieser neuen gesetzlichen Regelung  ging es ganz offenbar nicht mehr um den Nichtraucher-Schutz. Der war schon nach der alten Regelung gegeben, nach der es in Gaststäten und öffentlichen Einrichtungen sowie bei Volksfesten abgetrennte Raucherzonen geben konnte, in denen Raucher rauchen konnten, ohne  dadurch Nicht-Raucher zu beeinträchtigen. Um dies zu ermöglichen, hatten Gastronomen teilweise erhebliche Investitionen durchgeführt. Wenn nun trotz des funktionierenden Nichtraucherschutzes die Regeln so drastisch verschärft werden, geht es offenbar nicht mehr um Nichtraucher-Schutz, sondern um illiberale und intolerante Bevormundung und um einen massiven Eingriff in das grundgesetzliche Recht der Koalitions- und Versammlungsfreiheit.  Diese Grundrechte gelten auch für Raucher, solange Nicht-Raucher dadurch nicht in Ihren Rechten beeinträchtigt werden.

Wir meinen:

  • Es sollte jedem Gastronomen oder Veranstalter von Volksfesten selber überlassen bleiben, ob er in seinem Lokal eine Raucherzone einrichten will oder nicht, in der gewährleistet ist, dass Nicht-Raucher durch das Rauchen nicht belästigt werden.
    Dasselbe gilt für die komplette – und vor Betreten deutlich erkennbare – Widmung eines Lokals als Raucherlokal.
  • Die Bürger bzw. Verbraucher können selber entscheiden, ob sie ein solches Lokal bzw. ein solches Volksfest besuchen wollen oder nicht. Sie brauchen keinen staatlichen Tugendwächter, der  das für sie entscheidet.
  • Als liberale Bürgerrechtspartei wendet sich die AfD gegen diese diskriminierende Form des Nichtraucher-Schutzes und fordert die Rückkehr zum alten Zustand, in dem der Nichtraucher-Schutz bereits gut gewährleistet war.

Der Vorstand des Stadtverbandes Düsseldorf der AfD Alternative für Deutschland

 

Kommentare

One Response to “Alternative für Deutschland in Düsseldorf gegen übertriebenen Nichtraucherschutz und Diskriminierung der Raucher”

  1. Kai Schwarzer on Mai 17th, 2016 17:15

    Absolut korrekt! Bei dem am 01.05.2013 eingeführten totalen Rauchverbot geht es nicht mehr um gesundheitlichen Schutz, sondern es ist ein Akt der Bevormundung und Volkserziehung, welche eines Rechtsstaates unwürdig ist und eine unglaubliche Diskriminerung von Raucherinnen und Rauchern, die auch ein Recht haben am sozialen Leben teil zu haben. Im Übrigen stellen Raucher im Gegensatz zu schöngerechneten Statistiken etwa 40% der Bevölkerung dar und tragen mit ihren Steuern -insbesondere der Tabaksteuer- erheblich zum Staatshaushalt bei!