Die neue HNO-Klinik setzt hohe Maßstäbe mit Hightech und Kompetenz – modernes neues Zuhause im ZOM II der Universitätsklinik Düsseldorf

September 11, 2014 by  

 

Modern und repräsentativ: Das neue ZOM II beherbergt die im weiten Umkreis führende HNO-Klinik der Uni. Fotos: HNO-Klinik-Düsseldorf

Hightech im Kampf für die Gesundheit: Computer-navigierte Operationen im HNO-Bereich. Mit dem Intra-operativen CT kann man – während der Operation – innerhalb von Minuten eine CT-gestützte Diagnostik vornehmen.

Der Umzug der HNO-Klinik Düsseldorf in das 340-Betten-Zentrum für Operative Medizin II (ZOM II) im Universitätsklinikum, in dem insgesamt – über alle Funktionsbereiche – ca. 900 Menschen im Dienste der Patienten tätig sind, sichert HNO-Patienten im Großraum Düsseldorf eine optimale Versorgung auf Höchstniveau und mit Komfort.

Schon der Eingangsbereich mit seiner einladenden Cafeteria ähnelt eher einer Hotellobby als einem Krankenhaus. Ein Farb- und Leitsystem hilft Patienten sowie Besuchern bei der Orientierung, HNO-Patienten folgen den hellgrünen Leitschildern. Ein Patientenmanagement (Leitung: Wolfgang Hartfeld) bietet weitere Orientierung. Patienten erwarten moderne Zimmer mit Flatscreen-TV, Internet, vollelektrisch verstellbaren Betten, Klimaanlage und Bad mit Dusche und WC.


Patientenzimmer auf der HNO-Pflegestation ZN21: Komfortable Pflege 

Für Mediziner und Patienten ist der Umzug in das moderne ZOM II Quantensprung: „Im Umkreis von 200 km gibt es nichts was dem nahe kommt“, sagt Klinik-Direktor Prof. Dr. med. Dr. h.c. Jörg Schipper.

Nach vielen Jahren im 1907 erbauten Uniklinik-Gebäude 13.76 finden Ärztinnen und Ärzte der HNO-Klinik Düsseldorf im ZOM II nun ideale Arbeitsbedingungen vor. Hightech ermöglicht beste Diagnostik und erleichtert komplizierte Operationen. Die sogenannte Intraoperative Bildgebung in der neuen HNO-Klinik erlaubt präziseste Navigation bei Hirnoperationen. Große Flatscreen-Bildschirme zeigen das Operationsfeld in höchster Auflösung.

Prof. Schipper: „Diese Technologie steht für mehr Transparenz, Qualitätssicherung und Datendokumentation.“ Auch die Möglichkeit intraoperativ, also während der Operation, innerhalb von Minuten eine CT-gestützte Diagnostik vornehmen zu können, ist eine wichtige Neuerung.

„Endlich haben wir jetzt ideale Arbeitsbedingungen und eine state-of-the-art-Technik, von der viele Kollegen träumen“, sagt HNO-Klinik-Direktor Prof. Dr. med. Dr. h.c. Jörg Schipper, der mit seinem Team jährlich rund 2.600 Patienten behandelt, ein Drittel davon Tumorpatienten.

Schipper demonstriert die Möglichkeiten anhand einer Operation eines Nasen-Rachen-Karzinoms, das als inoperabel galt. Mit Hilfe des bildgebenden Verfahrens wurde diese Operation zu zweit durchgeführt, mit Zugangswegen durch die Nase und das Ohr. Schipper: „Das machen weltweit nur ganz wenige.“ Bei diesen Operationen stellen endoskopische Kameras das Operationsgebiet brillant dar und ermöglichen so Eingriffe, die vor Jahren noch undenkbar waren. „Wir operieren immer mehr durch die Nase“, sagt Schipper, der die HNO-Klinik seit acht Jahren leitet.

Mit seinen Kompetenzen durch die erfahrene Ärzteschaft hat sich das HNO-Team bereits viele Meriten verdient. So leitet Schipper selbst eine Forschungsgruppe der Deutschen Forschergemeinschaft, Bonn, die zum Ziel hat, gewebeschonende Operationen an der Schädelbasis zu erkunden. Im Zentrum des Interesses steht dabei die seitliche Schädelbasis (Otobasis), in der das Innenohr, aber auch der Gesichtsnerv und die Hauptschlagader des Kopfs verlaufen: bei Operationen für Hals-Nasen-Ohren-Ärzte und Neurochirurgen ein heikler Bereich mit vielen Gefahrenpunkten.


Voraussetzung für eine erfolgreiche Therapie ist eine leistungsfähige und effiziente Diagnostik. (rechts: Prof. Dr. med. Schipper)

Das Projekt „Atraumatische funktionserhaltende Hochpräzisionschirurgie des humanen Felsenbeins“, gefördert durch den Bundesminister für Wissenschaft und Forschung, betreute der Klinikchef gemeinsam mit seinem Stellvertreter, Prof. Dr. Thomas Klenzner, der in der HNO-Klinik für das Hörzentrum verantwortlich ist.

Auch im Expertenzirkel der AOK Nordrhein-Hamburg ist das HNO-Team vertreten.


Der Direktor der Klinik und seine Oberärzte – ein starkes HNO-Team: v.l.n.r: Dr. med. Stefan Hansen, Dr. med. Angelika Albrecht, Dr. med. Felix Knapp, Prof. Dr. med. Jörg Schipper, Prof. Dr. med Thomas Klenzner, Dr. med. Christian Plettenberg, Priv.Doz. Dr. med. Martin Wagenmann. Anm.: Die Oberärzte Dr. med. Kathrin Scheckenbach und Priv. Doz. Dr. med. Inge Ganzer waren bei der Aufnahme unabkömmlich.

Prof. Schipper, dessen Spezialgebiet die Schädelbasischirurgie ist, ist Chef eines erfahrenen Teams, das jährlich etwa 2.600 Patienten behandelt, ein Drittel davon Tumorpatienten. Schipper kann mit Hilfe kompetenter Kollegen auch die anspruchsvollsten Eingriffe im gesamten HNO-Spektrum durchführen. Der 50-Jährige hat sich in der Fachwelt einen Namen gemacht, setzte Maßstäbe in der Entwicklung endoskopisch assistierter, gewebeschonender Operations-verfahren im Bereich des Ohrknochens und der Nasennebenhöhlen am Übergang zu den Hirnweichteilen. Das Magazin Focus platzierte ihn auf die Liste der besten Ärzte Deutschlands, auf der auch sein Kollege, Priv. Doz. Dr. med. Martin Wagenmann, im Bereich Allergien zu finden ist.

Eine von vielen Spezialitäten der HNO-Klinik ist die Implantation von sogenannten Cochlea-Implantaten. Fast 20 Prozent der Deutschen leiden unter einem eingeschränkten Hörvermögen. In den meisten Fällen kann den Betroffenen mit einem Hörgerät geholfen werden. Allerdings können bei fortschreitender Schädigung des Innenohrs selbst die besten Hörgeräte an ihre Grenzen stoßen.


Prof. Dr. med. Thomas Klenzne, Leitender Oberarzt und Leiter des Hörzentrums der HNO Klinik, erklärt einer Patientin die Funktionsweise eines Cochlea-Implantats

„Implantierbare Hörlösungen, wie ein Cochlea-Implantat, können vielen Betroffenen zu einem hohen Maß an Hörfähigkeit und Lebensqualität verhelfen“, so Prof. Dr. med. Dr. h.c. Thomas Klenzner, Ärztlicher Leiter des Hörzentrums und stellvertretender Klinikdirektor der HNO-Klinik.

Wesentliche Spezialgebiete und Ärzte im Überblick:

Navigierte, funktionserhaltende, plastisch-rekonstruktive Chirurgie von Kopf-/Halstumoren

→ OA Dr. Knapp

→ OÄ Frau Dr. Albrecht

→ OA Dr. Hansen

→ OÄ Frau Dr. Scheckenbach

… in  Zusammenarbeit mit dem zertifizierten Comprehensive Cancer Center (CCC) des Universitätsklinikums Düsseldorf

Erkrankungen der Nasennebenhöhlen inkl. Allergologie sowie deren chirurgischer Behandlung

→ OA Dr. Wagenmann

Gehörverbessernde Operationen des Mittel- und Innenohres sowie Hörrehabilitation

→ OA Prof. Dr. Klenzner (Hörzentrum Düsseldorf in der HNO-Klinik)

Schlafmedizin

→ OA Dr. Plettenberg

Plastisch-ästhetische Chirurgie im Kopf-/Halsbereich

→ OA Dr. Knapp

→ OÄ Frau Dr. Albrecht

Erkrankungen der Speichel- und Schilddrüse

→ OA Dr. Knapp

→ OÄ Frau Dr. Albrecht

Endoskopische Laserchirurgie

→ OÄ Frau Dr. Scheckenbach

→ OA Dr. Hansen

Chirurgische Behandlung von Erkrankungen im Kindesalter

→ OÄ Frau Dr. Albrecht

→ OÄ Frau Dr. Ganzer).

… in Zusammenarbeit mit der Universitäts-Kinderklinik

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Kommentare

One Response to “Die neue HNO-Klinik setzt hohe Maßstäbe mit Hightech und Kompetenz – modernes neues Zuhause im ZOM II der Universitätsklinik Düsseldorf”

  1. Max on August 4th, 2016 10:54

    Das ist wirklich sehr einmalig. Die Medizin entwickelt sich so gut weiter, ich bin sehr froh im hier und jetzt zu leben. =)