City-Maut in Düsseldorf – Weg in eine Zwei-Klassen-Gesellschaft

September 20, 2019 by  

Wenn es darum geht, das Autofahren in Düsseldorf beschwerlicher zu machen, ist Oberbürgermeister Thomas Geisel einfallsreich. Nach Einführung der Umweltspuren denkt er nun darüber nach, eine Citymaut einzuführen. Die gibt es bereits auch anderswo, etwa in London. Die rechtliche Grundlage ist offensichtlich, man möchte sagen: Gottseidank, noch unklar. Doch ist wohl damit zu rechnen, dass diese Maut kommen wird, wenn die Chance dazu besteht.

Ich würde diese Maut bezahlen (können). Doch es wird viele Düsseldorfer geben, die dazu nicht in der Lage sind. Das liefe auf eine Zwei-Klassen-Gesellschaft hinaus. Minderverdiener werden in die Rheinbahn gezwungen, Besserverdiener können weiter durch die City kurven. 

Der Wunsch nach einer Maut ist Teil der allgemeinen Verbots- und Regelungswut, die sich in der deutschen Politik breitgemacht hat. Ein Ausbau des ÖPNV und Geisels gute Idee, ein Rheinbahn-Ticket für 365 EUR p.a. einzuführen, hätten regulierende Kraft. Mancher Autofahrer würde dann gern mal mit der Bahn fahren, zumal das Parken sowohl auf der Straße wie auch in Parkhäusern immer beschwerlicher wird. Bericht von Arne Lieb dazu in der Rheinischen Post.

Kommentare

One Response to “City-Maut in Düsseldorf – Weg in eine Zwei-Klassen-Gesellschaft”

  1. JP on September 24th, 2019 14:10

    Selten so einen Unsinn gelesen. Wenn es diese „Klassen“ gibt, gibt es sie schon heute. Fußgänger und Radfahrer sind massiv benachteiligt, eine Umverteilung die im Ergebnis weniger KFZ zur Folge hat, wäre sozial gerecht. Aktuell subventioniert jeder Bürger den Autofahrern ihre Parkplätze und die Straßen und den Unterhalt, ob er ein Auto hat oder nicht. Das ist nicht gerecht. Eine Maut wäre nur fair.