Klüh Stiftung zeichnet Düsseldorfer Uniprofessor für seine Forschungen nach dem Ursprung des Lebens aus

Mai 18, 2018

Preisverleihung der Klüh Stiftung: v.l.n.r. Prof. Coordt von Mannstein, Vorsitzender des Beirats der Stiftung; Preisträger Prof. William F. Martin; Dr. Heiner Koch, Erzbischof von Berlin und Stiftungsgeber Josef Klüh bei der Preisverleihung im Hotel Adlon. Fotos: Klüh

Den Preis 2018 der Klüh Stiftung zur Förderung der Innovation in Wissenschaft und Forschung erhält Prof. Dr. William (Bill) Martin (61) vom Institut für Molekulare Evolution der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf für seine Forschungen zur Entstehung des Lebens auf der Erde. Der Wissenschaftler hatte aufgrund genetischer Vergleiche heute lebender Zellen den gemeinsamen Vorfahren allen Lebens geortet, das, so das Ergebnis der Forschungen, an heißen Tiefseequellen seinen Ursprung habe. Der mit 25.000 Euro dotierte Preis wurde gestern in einer feierlichen Zeremonie im Hotel Adlon, Berlin, verliehen. SE Dr. Heiner Koch, Erzbischof von Berlin, beleuchtete das Thema aus kirchlicher Sicht und ging bei der Verleihung in seinem Vortrag “Das Verhältnis von Wissenschaft und Religion“ den elementaren Fragen auf den Grund.

Faszinierender Vortrag: Prof. William (Bill) Martin erläuterte sehr präzise den Forschungsweg zu LUCA, durchaus selbstkritisch: „Eine Theorie, die man testen kann“ 

Aus LUCA (Last universal common ancestor), so das weltweit beachtete Forschungsergebnis des Düsseldorfers und seines Teams, haben sich alle heute existierenden Bakterien, Pilze, Pflanzen, Tiere und auch der Mensch entwickelt. Unser „Urvater“ hatte es gern heiß und gestaltete seinen Stoffwechsel mittels Kohlendioxid, Wasserstoff und Stickstoff. Auch Eisen und Nickel, Schwefel und Selen könnten auf dem Speiseplan des kernlosen Einzellers gestanden haben.  [Read more]