Der Rhein soll rein werden – 35.000 Helfer, 320 Tonnen Müll

September 15, 2020

Deutschland räumt auf. Mehr als 35.000 freiwillige Helfer waren heute unterwegs, um die Flussufer von Rhein, Mosel und Ruhr von Müll zu befreien. Insgesamt wurden bei dieser Aktion rund 320 Tonnen Unrat eingesammelt – Plastik, Papier, Schrott, Glas. Eine Besonderheit des Jahres 2020: Auch zahlreiche Masken waren unter den Fundstücken.

Der Rhein wurde schon zum dritten Mal gesäubert – und zwar wieder von der Quelle in der Schweiz bis zur Mündung bei Rotterdam. Insgesamt 300 (!) Gruppen haben mitgemacht. In den Rheinmetropolen Düsseldorf und Köln beteiligten sich jeweils über 2000 Menschen an dieser Aktion, auch die Städte Duisburg, Mainz und Mannheim lagen deutlich über 1000 Teilnehmer. Initiator Joachim Umbach ist von diesem Ergebnis überwältigt: „Diese Menschen haben es begriffen: Das ist zwar nicht ihr Müll, aber es ist unser Planet.“ Er hofft, dass von dieser Veranstaltung ein Signal ausgeht: „Ziel ist es, eine Bewusstseinsänderung herbeizuführen: Müll muss ordentlich entsorgt werden, er gehört nicht in die Natur.“

Unterstützt wurde das CleanUp-Team auch in diesem von der Deutschen Postcode Lotterie, Hauptförderer der Aktion. Joachim Umbach: „Ohne diese Hilfe wären wir nicht in der Lage ein Projekt dieser Größenordnung zu stemmen.“

Von diesen Erfolgen ermuntert, haben die Initiatoren von Rhine-, Mosel- und RuhrCleanUp gleich den Termin der Aktion im nächsten Jahr verkündet: Samstag, 11. September 2021. Dann nicht nur an Rhein, Mosel und Ruhr, sondern auch noch an Main, Neckar, Lahn und Nahe. Dazu Joachim Umbach: „Wir haben viele Anfragen aus diesen Regionen. Es ist jetzt ein Jahr Zeit, um eine vernünftige Organisationsstruktur aufzubauen. Wir packen es an.“

200.000 Kippen gesammelt – „RhineCleanUp“ macht sauber

August 24, 2020

Geschätzte 200.000 Zigarettenkippen gesammelt: Freiwillige Helfer

Eine Woche lang haben Hunderte von freiwilligen Helfern gesammelt – und der Einsatz hat sich gelohnt: Im Rahmen der Aktion RheinKippen wurden in sieben Städten entlang des Rheins rund 800.000  Kippen gesammelt – rund 200.000 allein in Düsseldorf. Damit konnten 32 Millionen Liter Grundwasser vor der Verseuchung durch die Gifte des Filters bewahrt werden. Eine Kippe kann 40 Liter vergiften.

Starkes Signal

Initiiert wurde die Aktion von der RhineCleanUp-Initiative, die am 12. September das Rheinufer (und diesmal auch die Ufer von Ruhr und Mosel) von Müll befreit. Initiator Joachim Umbach ist mit dem Ergebnis sehr zufrieden: „Das ist ein starkes Signal, das hoffentlich den einen oder anderen Raucher motiviert, den Zigaretten-Stummel demnächst nicht mehr auf die Straße zu schnippen.“ Sein Mitstreiter Ingo Lentz ergänzt: „Den meisten Rauchern ist ja gar nicht bewusst, was sie anrichten. Die giftigen Mikroplastik-Partikel kommen über das Grundwasser ins Meer – und dort in den Nahrungskreislauf. Letztlich landet das Kippen-Gift mit der Scholle oder dem Heilbutt wieder auf unserem Teller.“

Mehrere Teams unterwegs

Die fleißigen Sammler in Mainz, Mannheim, Kehl, Konstanz und Düsseldorf (Köln und Krefeld ziehen demnächst nach) erlebten bei ihrer kleinteiligen Arbeit viel Zuspruch. Thomas de Groote, auch vom Team RhineCleanUp: „Die Zigaretten-Kippen regen die meisten Menschen noch mehr auf als anderer Müll.“

In Düsseldorf waren auf die ganze Woche verteilt mehrere Teams unterwegs. Nachbarn, die sich zusammengetan haben, Familien und Firmen. So waren zum Beispiel im Medienhafen Mitarbeiter von Trivago aktiv, am Martin-Luther-Platz ein Team von Hauptförderer Deutsche Postcode Lotterie. Am Schlusstag wurden die gesammelten Kippen auf dem Heinrich-Heine-Platz in eine Klarsichtsichtsäule gekippt.

Zu den vielen freiwilligen Helfern gehörten auch die Klassen 6 a und 6 b der Katholischen Hauptschule St. Benedikt, Charlottenstraße. Sie lieferten insgesamt sechs Kippen-Säckchen ab. Ulrike Greimers und Verena Faltner haben Ihre Stadtteile Vennhausen und Hamm kippenfrei gemacht, Liza Schürfeld war in Derendorf tätig.

Begleitet wurde die Sammelaktion von einer Informationskampagne („Acht von zehn Kippen landen auf der Straße oder in der Natur!“). Lösungsvorschläge gab es auch: Zum Beispiel Taschenaschenbecher der Firma Tobacycle, die Teile der Zigarettenkippen recycelt.