Liebeserklärung an Oberbilk

Mai 10, 2016

Still loving Oberbilk_Foto_Alexandra Wehrmann

Einer Liebeserklärung für Oberbilk kommt die Einladung zu einem „Rundgang mit Begegnungen“ unter dem Titel „Still Loving Oberbilk“ gleich. Die Oberbilkerin Alexandra Wehrmann lädt alle Interessierten ein, kostenlos an einem von ihr geführten Rundgang durch ihren Stadtteil teilzunehmen – am 12. Juni, elf Uhr.

Sie schreibt: „Spätestens seit der groß angelegten Razzia im Januar dieses Jahres ist der Stadtteil Oberbilk zum Liebling der Medien geworden. Das Bild, das gezeichnet wird, ist leider nicht selten ein wenig eindimensional. No-Go-Area. Hinter-Bahnhofs-Ghetto. Heimat der Drogenhändler, Antänzer, Taschendiebe. Doch Oberbilk ist viel mehr als das.“ [Read more]

Türke in Oberbilk klagt über 20 % Umsatzrückgang

März 9, 2009

Nein, teuer ist er wirklich nicht. Heute morgen kaufte ich bei ihm zwei Zucchini, zwei Auberginen, drei pralle Apfelsinen und ein dickes Bündel Rosmarin, alles zusammen gerade mal sechs Euro.  Ein türkisches Lebensmittelgeschäft (Fleisch, Obst, Gemüse) in einem Umfeld (Oberbilk), in dem man deutlich günstiger einkaufen kann als auf dem Carlsplatz – man sollte meinen, dass  Kunden in diesen Zeiten gerade zu ihm kommen, weil’s günstig ist.

Doch in der Kölner Straße, wo kürzlich sogar die Strauss-Filiale die Segel strich, ist die Krise mittlerweile angekommen. Der fleißige Geschäftsinhaber aus der Türkei, ein Musterbeispiel für erfolgreiche Integration (Lieblingsspruch: „Schaffe, schaffe, Häuslebaue“), klagt über massiven Geschäftsrückgang: „Kaum jemand kauft noch Fleisch, der Obstabsatz ist auch stark gefallen. Am wenigsten merkt man das Minus beim Gemüse, außer dass die Leute früher eine Kiste Tomaten kauften, jetzt ein Pfund oder ein Kilo.“ Er beziffert den Umsatzrückgang auf 20 %!