Gehwegparken – Ungleichbehandlung von Autofahrern

November 28, 2013

Nicht wirklich verkehrsbehindernd geparkt – dennoch ein Knöllchen

Es ist zu akzeptieren, wenn eine Stadt Halte- und Parkverbotsschilder aufstellt. Wer dennoch dort parkt, weiß um das Risiko.

Was aber, wenn man auf einem Gehweg parkt? Hier ist die Regel, dass es zwar eine verbindliche aber keine einheitlich praktizierte Regel in der Ahndung gibt. Ob man ein Knöllchen verpasst bekommt oder nicht, hängt scheinbar von der Einschätzung des Ordnungsamt-Mitarbeiters ab.

Beispiel 1: Ich parke auf einem breiten Gehweg im Zooviertel, bekomme ein Knöllchen und lege Einspruch ein. Begründung: Der Gehweg ist außergewöhnlich breit, ich behinderte niemanden, es ist gewissermaßen Gewohnheitsrecht dort zu parken, der Platz an dem mein Auto stand ist faktisch ein Parkplatz. Steht mein Auto nicht dort, parkt dort jemand anders. Immer. Dem Einspruch wurde stattgegeben.

Beispiel 2: Ich parke auf einem fast ebenso breiten Gehweg in Pempelfort und erhebe Einspruch gegen das Bußgeld in Höhe von 20 Euro. Ich begründe ähnlich wie oben. Einspruch abgelehnt. Obendrauf noch eine Strafe  – „Gebühren“ von 25 Euro, dazu 3,50 Euro Auslagen der Verwaltung. Gesamtsumme: 48,50 Euro. Wer als Bürger für sein vermeintliches Recht eintritt, wird also von der Stadt bestraft.

google findet zu meinem Delikt einen Haufen Einträge, ich bin nicht der einzige, der sich ärgert. Das beruhigt aber nur bedingt. Denn es gibt definitiv eine Ungleichbehandlung des gleichen Tatbestandes, wie selbst erfahren und wahrgenommen, etwa auf vielen Straßen Oberkassels, wo die Parkplatznot so groß ist, dass offenbar die Ordnungsamt-Mitarbeiter viel Verständnis aufbringen.

Parkgebühren – am günstigsten parkt man in Ratingen

September 18, 2012

Das WAZ-Portal Der Westen hat sich mal um die Parkgebühren an Rhein und Ruhr gekümmert. Köln demonstriert künftig mit drei Euro (!) pro Stunde ein besonders einnehmendes Verhältnis. Düsseldorfer Autofahrer sind mit 1,90 Euro pro Parkstunde dabei.

Während man etwa in Dortmund mit 1,50 Euro pro Stunde im zivilen Rahmen bleibt und in Gelsenkirchen  (50 Cent) oder Unna (60 Cent) besonders billig parkt, können sich Autofahrer in Düsseldorfs Nachbarstadt Ratingen freuen: Hier ist das Parken in der ersten Stunde kostenlos.

Auch eine Art Stadtmarketing.

Großartig: Wie die Stadt Düsseldorf mehr Parkplätze schafft!

Februar 8, 2010

Bild Düsseldorf berichtet heute über eine jener Initiativen, die man hierzulande, gemeint ist ausdrücklich nicht nur Düsseldorf, kaum  für möglich hält:  Eine Behörde, das Amt für Verkehrsmanagement, entwickelt Kreativität und schafft, mit minimalen Kosten,  4400 neue Parkplätze!

Der Held im Rathaus heißt Roland Hahn (Foto: Malte Krudewig) und ist Vizeleiter des Amtes für Verkehrsmanagement.

Herr Hahn hat noch viel zu tun in dieser Stadt:  Sinnlos gesetzte Betonpoller rasieren (zum Beispiel in der Parkinfarkt-Straße Tußmannstraße), das Parken für Smart & Co vor Bauminseln ermöglichen usw. Das straßenweite Querparken indes schafft gewiss die meisten Parkplätze.

Hier die Bild-Düsseldorf-Story von Nicole Ehlers und Gerhard Altenhofen mit der Auflistung aller Straßen, in denen neuer Parkraum geschaffen wird.

Weiter so, Herr Hahn!

Wo in Düsseldorf könnten ohne Aufwand weitere Parkplätze geschaffen werden? Schreiben Sie einen Kommentar!