Jürgen Rüttgers schaltet sich ein – der Skandal um die Pleite der Siemens-Handysparte

September 29, 2006 by  

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Der Name BenQ steht für “Bringing Enjoyment and Quality to Life”. Die 3000 Mitarbeiter der von BenQ Mobile übernommenen Siemens-Handysparte empfinden weder Freude noch haben sie Lebensqualität zu erwarten – ihre Firma ist pleite. Ein Jahr nach der Übernahme der Siemens-Handysparte durch die taiwanesische Gesellschaft hat das Unternehmen Insolvenzantrag gestellt. Die Mutterfirma in Taiwan hat den Geldhahn zugedreht. Kurz vor Ablauf der Beschäftigungsgarantie für die deutschen Mitarbeiter erklärt BenQ, die Handys künftig in Taiwan produzieren zu wollen. In NRW (Kamp-Lintfort und Bocholt) droht damit der Verlust von 1.600 Arbeitsplätzen, weitere 1.400 könnten in München wegfallen. In diesem Moment beginnt in Kamp-Lintfort eine Betriebsversammlung, Ministerpräsident Jürgen Rüttgers zeigt Flagge und kommt dazu. Wut auf die Taiwanesen, massive Vorwürfe aber auch gegen Siemens. Der Firma wird unterstellt, die Handysparte abgeschoben und so das Problem des Arbeitsplatzabbaus auf die Taiwanesen verlagert zu haben. Hitzige Diskussion bei Spiegel Online

Nachtrag, 12.35 Uhr: Rüttgers bezeichnet das Verhalten des Unternehmens als “große Sauerei”. Mehr HIER.
 

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