“Daily Mail”: Litvinenko von verbrecherischen Elementen in Russland ermordet – heute Obduktion

Dezember 1, 2006 by  

litvinenko1.jpg

Heute Obduktion: Litvinenko

Der Ex-KGB-Agent und Putin-Gegner Alexander Litvinenko wurde höchst wahrscheinlich von verbrecherischen Elementen in Russland ermordet, enthüllt heute die “Daily Mail”. Die Behörden gingen jedoch davon aus, dass die Ermordung nicht offiziell von Wladimir Putins Regierung sanktioniert wurde. Das Polonium 210, das zu seinem Tode führte, stamme indes aus staatlichen russischen Laboratorien. Alexander Litvinenkos Leiche wird heute unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen obduziert.

Wie die Zeitung berichtet, gingen Geheimdienstkreise davon aus, dass die Mörder Zugang zu russischen Laboratorien gehabt hätten, was auf einen bestimmten Grad staatlicher Beteiligung schließen lasse. Informationen der „Daily Mail“ zufolge, sind die Spuren des Isotops Polonium 210, das Litvinenko nach wochenlangem Leiden tötete, von britischen Wissenschaftlern des Atomwaffen-Forschungszentrums Aldermaston in der Grafschaft Berkshire zu Atomanlagen in Russland zurück verfolgt worden.

An rund einem Dutzend Orten in London sind Spuren von Polonium 210 entdeckt worden. Rein theoretisch sind an Bord von British Airways-Flugzeugen 33.000 Menschen auf 221 Flügen quer durch Europa zwischen dem 25. Oktober und dem 29. November radioaktiver Gefährdung ausgesetzt gewesen. Das Risiko einer gesundheitlichen Beeinträchtigung werde von den Behörden jedoch als sehr gering eingestuft. Einige der Flüge gingen auch nach Düsseldorf. Bis gestern Abend hatten 5.500 Passagiere British Airways kontaktiert.

Informationen der Zeitung “Guardian” zufolge, sind die möglichen Killer” entweder Teil der (KGB-Nachfolge-Organisation) FSB oder Ex-Mitglieder dieses Geheimdienstes. Die Zeitung will zudem erfahren haben, dass ein Londoner Freund des ermordeten Litvinenko der Polizei Kopien von Briefen eines inhaftierten russischen Agenten übergeben habe, wonach Litvinenko und der russische Milliardär Boris Beresowski im Visier einer Gruppe innerhalb des FSB seien.

Kommentare