“Rolle beckwärts”

Oktober 9, 2007 by  

Bart Beck, der visionslose SPD-Chef, reitet trompetend auf dem Populismus-Trail: Aufweichung der “Agenda 2010” zulasten der arbeitenden Bevölkerung – weil er keinen Plan für Deutschland hat und keine Vision für die SPD – und Lafontaines Linken hinterherläuft. Auszug aus dem Leitartikel “SPD-Chef gegen SPD-Minister – Rolle beckwärts” von Ulrich Reitz, Chefredakteur der WAZ: 

“Als die SPD noch mit sich im Einklang war, vor der Agenda 2010 mithin, ging es zwar der Partei gut, dafür aber der Realität schlecht. Noch nie waren so viele ältere Menschen arbeitslos, noch nie der Arbeitslosenbeitrag so hoch, noch nie die Versicherung so pleite. Und noch nie war es für Firmenchefs so leicht, ihren Jugendwahn auf Staats- wie Beitragszahlerkosten auszuleben und schon 50-Jährige nach Hause zu schicken. Um zu vermeiden, dass noch einmal eine fröhliche SPD von einer traurigen Wirklichkeit eingeholt wird, ist Müntefering inhaltlich gegen Beck.

Strategisch ist Müntefering gegen Beck, weil er es für gefährlich hält, der Linkspartei hinterherzulaufen. Weil er weiß, dass Oskar Lafontaine den Überbietungswettlauf um den sorglosesten Geldverteiler der Republik stets gewinnen wird. Lafontaine darf ungestraft mit einem Generalstreik gegen die Rente mit 67 liebäugeln, kein SPD-Vorsitzender dürfte so staatszerstörerisch denken. Deshalb ätzt Müntefering gegen Beck auf wirklich einmalige Weise: “Irgendwann werden wir uns alle mit der PDS treffen, gemeinsam alte Lieder singen und sagen, so, jetzt ist alles wieder in Ordnung.”

Beitrag im Düsseldorf Blog: Bart Beck zieht die billigste Karte

Streit um die Agenda 2010: Rettet Merkel Münteferting?

Hundt beschimpft SPD-Kurs als “sozialpolitische Geisterfahrt”

PS: Leser der Rheinischen Post haben Durchblick – bei der Frage auf rp-online, wer bei diesem Thema Recht habe – Beck oder Rüttgers oder ob Beide im Unrecht seien, sagen aktuell 50 Prozent der Umfrageteilnehmer, dass Beide im Unrecht seien, der Rest der Stimmen verteilt sich zu gleichen Teilen auf Beck und “Robin” Rüttgers.

Kommentare