OB Dirk Elbers läßt “Ghetto Garath”-Broschüre einziehen

Juni 27, 2011 by  

Schnelle Reaktion von Oberbürgermeister Dirk Elbers. Nachdem der Express heute enthüllte, dass ein Magazin für Kinder, das die Stadt mitfinanziert hat, den Stadtteil Garath als Ghetto bezeichnet hat, fordert Elbers die Einziehung der Broschüre. Es sei “unverantwortlich”, sie im Umlauf zu lassen.

Die Darstellung von Garath als Ghetto sei inakzeptabel, sachlich falsch und zeuge von einer erschreckenden Unsensibiliät der Autorin. In dem Magazin wird u.a. von einer “absurden Tradition” von Sozialhilfeempfängern gesprochen. Dies, so Elbers, sei “geschmacklos und menschenverachtend”.

Kommentare

3 Responses to “OB Dirk Elbers läßt “Ghetto Garath”-Broschüre einziehen”

  1. Peter Ries on Juni 30th, 2011 06:23

    Garath ist kein Ghetto! FREIE WÄHLER fordern Einzug des Magazins „Düsseldorf für Kinder“
    Es ist schon ein starkes Stück, was sich die Autorin Cynthia Blasberg vom Magazin „Düsseldorf für Kinder“ mit ihrem Bericht über Garath erlaubt hat. Er ist Menschenverachtend, fern jeglicher Realität und lässt es an journalistischem Gespür fehlen.
    Als freie Mitarbeiterin der Redaktion „Düsseldorf für Kinder“ bezeichnet sie unter „Wo ist Düsseldorf kinderfreundlich“, den Stadtteil Garath als ein bildungsschwaches „Ghetto“ mit Generationen von Sozialhilfeempfängern. Der Fraktionsvorsitzende der Ratsfraktion FREI WÄHLER, Dr. en jur. (Bol) Klaus Kirchner sowie der Vorsitzende der Freien-Wähler-Gemeinschaft Garath/Hellerhof (F.W.G.) Dr. Hans-Joachim Grumbach und der Bezirksvertreter Peter Ries, distanzieren sich ausdrücklich von dieser Art „Schmierenjournalismus“. Sie fordern, wie der Oberbürgermeister, Dirk Elbers, die sofortige „Einstampfung“ der misslungenen Ausgabe!

    Mit Erklärungsversuchen der Neusser Druckerei und Verlags GmbH, dass Artikel Ihrer Autoren nicht die Meinung der Redaktion wiedergeben, kann eine solche journalistische Fehlleistung nicht gerechtfertigt werden. Die Redaktion hätte ihrer Sorgfaltspflicht genügen müssen, und auch im Hinblick auf die städtische Förderung durch Unterstützungsanzeigen, einen realistischen Beitrag von der Autorin verlangen müssen. Es reicht auch nicht, in der Ausgabe 2012 ´differenzierter´ berichten zu wollen.

    Dieser Beitrag ist ein Schlag ins Gesicht vieler Garather, die sich ehrenamtlich engagieren und sich für ihren Stadtteil einsetzen. Garath ist ein Stadtteil im Grünen mit vielen Vereinen, Institutionen, Initiativen und Treffpunkten für alle Altersgruppen und bestimmt kein „Ghetto“!

    Arbeitslose, alleinerziehende und Hartz IV-Empfänger gibt es in ganz Deutschland. Das Engro ist aber nicht in Garath beheimatet. Sicherlich ist das eine oder andere, wie in allen anderen Stadtteilen, verbesserungswürdig. Das aber sollte nicht Anlass für realitätsferner Berichterstattungen einer Autorin sein, die zudem nicht einmal in Düsseldorf wohnt und vermutlich als Filmekritikerin besser aufgestellt wäre. Sollte die Redaktion die hefte nicht einziehen, müsse ihr die weitere Unterstützung duch die Stadt entzogen werden”, so Ratsherr Kirchner weiter.

    Auszug:

    …“Willkommen im Ghetto! Sido hätte seine Freude daran. Die Stadt bemüht sich zwar um die Neugestaltung, insbesondere der Hauptzentren West und Ost. Das ändert bedauerlicherweise nichts an den Strukturen der hier lebenden Familien, die immerhin 40 Prozent der Bewohner stellen, rund die Hälfte davon ist minderjährig. Hohe Arbeitelosenzahlen. bildungsschwaches Umfeld und über 35 Prozent Alleinerziehende, von denen die Hälfte Hartz IV bezieht, führen zu einer absurden – von Generation zu Generation weitergeführten- so genannte Tradition als Sozialhilfeemptänger. Trauriger geht es kaum. …Was für gewöhnlich einen stabilen Wohnstandort auszeichnet, ist in Garath die reine Not, sich weder Umzug noch Mieten in einem anderen Stadtteil leisten zu können“…

  2. Heribert Ehrmann on Juli 22nd, 2011 19:20

    Zugegeben, die Autorin hat etwas spitz formuliert. Aber die genannten Zahlen und Fakten sind doch wohl korrekt. Problematisch finde ich zudem, dass ausgerechnet die populistische Thorsten-Lemmer-Gruppierung “Freie Wähler” versucht, aus diesem Skandälchen politischen Profit zu schlagen.

  3. Ries on August 18th, 2011 15:30

    Herr Ehrmann!
    Was ist daran traurig?
    Und wieso “populistische Thorsten Lemmer-Grupierung?
    ist es nicht eher so, dass Sie nicht wissen wovon Sie reden?
    Es handelt sich nicht um eine Torsten Lemmer-Grupierung, sondern um die FREIEN WÄHLER.

    Sie wirken an der Bildung des politischen Willens des Volkes auf allen Gebieten des öffentlichen Lebens mit, indem sie insbesondere auf die Gestaltung der öffentlichen Meinung Einfluss nehmen, die politische Bildung anregen und vertiefen, die aktive Teilnahme der Bürger am politischen Leben fördern, zur Übernahme öffentlicher Verantwortung befähigte Bürger heranbilden, sich durch Aufstellung von Bewerbern an den Wahlen in Bund, Ländern und Gemeinden beteiligen, auf die politische Entwicklung Einfluss nehmen.

    Ihre Bemerkungen, im Hinblick auf “Gruppierung” und “populistsch” werte ich als misslungener Versuch, Menschen zu beleidigen, die Sie nicht einmal kennen. Mit Objektivität hat dies nichts zu tun. Nehmen Sie zur Kenntnis, dass Populismus ein ungenauer Begriff ist, bei dem, wie Sie, jeder, ob Politiker oder Medienkonsument, irgendwie zu wissen glaubt, was gemeint ist.

    Populisten sind auch jene, die Probleme der „kleinen Leute“ verstehen, sie artikulieren und direkt mit dem Volk kommunizieren. Insofern sind die FREIEN WÄHLER Populiten.