Architektonisches Ausrufezeichen

August 31, 2020

Nach Kö-Bogen I und II soll jetzt noch ein architekonisches Ausrufezeichen mitten in der City gesetzt werden. Ein mehr als 100 Meter hohes Haus, einem Keil nicht unähnlich, soll in direkter Nachbarschaft der bisherigen baulichen Highlights entstehen.

Der Turm aus der Werkstatt des Architekten Santiago Calatrava soll das Dreischeibenhaus (94 m) damit überragen und die große städtebauliche Dominante Düsseldorfs darstellen.

Statt Wohnungen soll der Turm 40.000 qm Fläche für Büros und Geschäfte bieten.

Tausendfüßler: Verleger Dr. Manfred Droste kämpft für ihn – Hamburger Gutachter: Nicht denkmalwürdig

Mai 30, 2011

Ein Hamburger Gutachter hat in einer Bewertung im Auftrag der Stadt Düsseldorf den „Tausendfüßler“ als nicht erhaltenswert bewertet. Der angesehene Düsseldorfer Verleger Dr. Manfred Droste (Foto) ist engagiertester Kämpfer für den Erhalt:

„Die bewährte Hochstraße steht unter Denkmalschutz und es sieht nicht so aus, als ob der aufgehoben wird. Außerdem ist nicht nur fast die Hälfte des Stadtrats gegen den Abriss. Auch in der Bürgerschaft gruppieren sich die Gegner: die Bürgerinitiative Lott stonn, der rheinische Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz, der Bund Deutscher Architekten oder der „Initativkreis Kultur in Düsseldorf“.

Alternativpläne für die Innenstadtgestatlung sind im Kö-Bogen-Pavillon zu besichtigen. Hauptkritikpunkte sind: Die Hofgartenteile West und Ost werden getrennt durch einen Bahnkörper für drei Straßenbahnlinien. Die Jägerhofpassage, einzige verkehrsfreie Verbindung für Fußgänger, entfällt. Die Grünfläche wird verunstaltet durch riesige Tunnelmündungen. Außerdem würde der Verzicht auf einen langen Autotunnel, der den Tausendfüßler ersetzen soll, viele Millionen Euro Steuergelder sparen.“