BECK BALD WEG!

März 1, 2008 by  

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Noch-Kanzlerkandidat Beck, künftiger Kanzlerkandidat Steinmeier – Foto: dpa
SPD-Chef Kurt “Bart” Beck liegt krank darnieder: Fiebrige Grippe, eitrige Mandelentzündung. Davon wird er bald genesen sein. Doch die politische Lungenentzündung wird den Pfälzer umbringen.

Nur wenige Genossen halten ihm derzeit noch die Stange, etwa Hannelore Kraft, die linke SPD-Fürstin aus Nordrhein-Westfalen, Berlins Klaus Wowereit und Andrea Nahles, Linke im Parteivorstand.

Der Hamburger SPD-Wahlverlierer Michael Naumann feuerte die erste Breitseite auf Beck ab. Er warf ihm mehr oder minder unverblümt vor, er habe mit seiner Öffnung zur Linken den Wahlsieg in Hamburg vergeigt. Wie Spiegel Online soeben schreibt, seien Franz Müntefering, Peer Steinbrück und Matthias Platzeck entschlossen, Außenminister Frank-Walter Steinmeier zum Kanzlerkandidaten zu machen. Auch der konservative “Seeheimer Kreis” in der SPD schießt gegen Beck.
Beck ist bald weg. Und das steht auch im Einklang mit der Meinung der Deutschen. Im ZDF-Politbarometer sind 48 Prozent der Befragten gegen Beck als SPD-Kanzlerkandidaten, nur 34 Prozent dafür. Nur bei den SPD-Anhängern hat Beck noch Freunde: 51 Prozent sehen ihn als Kandidaten. Immerhin: 40 Prozent sind dagegen.

Chancenlos wäre derzeit die SPD bei Bundestagswahlen. Sie würde mit 29 Prozent abgemeiert und käme selbst mit den Linken, die auf katastrophal hohe zehn Prozent Stimmenanteil kämen, nicht an CDU/CSU heran, die bei 40 Prozent liegt (FDP: neun, Grüne acht Prozent).

Nachdem Beck den Parteivorstand auf Linie gezwungen und Andrea Ypsilanti die Entscheidung für einen Pakt mit der Ex-Stasi-Partei überlassen hatte, hat die Partei schnell umgesteuert. Die Selbstreinigungskräfte der SPD gegen eine politisch widerwärtige Neuausrichtung der Parteikoordinaten sind offensichtlich intakt.

Gut für die Demokratie in diesem Land.

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