Unter Strom

April 24, 2006 by  

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Utz Claassen, Vorstandsvorsitzender EnBW / Foto. EnBw

Wer geladen ist, der ist willkommen, und das sind beim nächsten exklusiven “Ständehaus-Treff” am 29. Mai immerhin 550 Gäste, die wie gewohnt lukullisch verwöhnt werden und dank WDR-Spitzenkraft Frank Plasberg ein brillantes Interview live erleben. Dem stellt sich diesmal ein Schwergewicht aus der Wirtschaft, genau genommen aus der Stromwirtschaft. Zu der Veranstaltung von SIGNA und VVA hat Utz Claassen zugesagt, der Mann, der jetzt die Düsseldorfer Stadtwerke kontrolliert. Der wurde bislang mit Koseworten bedacht wie Rambo, Jobkiller, Bulle, Bulldozer. Er trägt diese Schmähungen wie ein Mitglied einer schlagenden Studentenschaft die Schmisse vom Paukboden. Fakt ist: Classen (43), Kennzeichen. Goldkettchen am Arm, gilt als Deutschlands rabiatester härtester Manager. Ein rechter Wunderknabe ist er auch: Deutschlands bestes Abitur mit 17 (Note: 0,7), Studium in Oxford, Job bei den McKinsey-Schlaumeiern in Düsseldorf, Doktortitel mit 26, Professor mit 38. Seine Mutter erinnert sich: „Eines morgens kündigte er an, jetzt Schwimmen zu lernen und nachmittags kam er mit dem Freischwimmer zurück.“ Nach Morddrohungen warf er nach 73 Tagen als Präsident bei Hannover 96 das Handtuch. Krawallig wurde es auch, als er mit 31 Finanzvorstand bei der VW-Tochter SEAT in Spanien wurde und aufräumte. Vor drei Jahren übernahm Claassen den Vorstandsvorsitz der Energie Baden-Württemberg AG (ENBW), die jetzt auch die Mehrheit an den Stadtwerken Düsseldorf hält. Frank Plasberg vor einem spannenden Verbalduell mit dem Mann, der von sich sagt: „Ich bin lieber ein Elektroschocker, der etwas bewegt, als ein Weichei, das nichts bewegt.“ Durch den Treff führt übrigens erstmalig Moderatorin Simone Standl (WDR). Für Unterhaltung sorgt die Kölner Gruppe “Brings“, die laut SIGNA-Mann Axel Pollheim, der den Treff organisiert, “längst aus dem langen Schatten von Bläck Fööss und Höhner herausgetreten sind”. Der Titel, der sie bekannt machte: “Superjeile Zick”. Den sang man auch schon häufig im Düsseldorfer Karneval, was auch für ihren Hit “Loss mer danze” gilt.

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