Londons Bürgermeister kündigt Kampf gegen Kriminalität an – „Null Toleranz“ bei Gesetzesverstößen

Mai 4, 2008 by  

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Boris Johnson, israelische Soldatinnen – das Foto auf einer muslimischen Website soll ihn als Judenfreund und Moslemgegner markieren 

Er ist erst ab morgen, Montag, Bürgermeister der Weltmetropole London. Doch schon jetzt ist der als Nachfolger des „Roten Ken“ Livingstone gewählte Konservative Boris Johnson im Visier der Muslime der Stadt. Auf ihrer Website „Reviving the Mosque“ zeigen sie ihn – mit welchem Ziel, kann man sich vorstellen – als Freund der Juden.

Ein Bild zeigt Boris Johnson mit dem israelischen Politiker Benjamin Netanjahu, ein weiteres mit israelischen Soldatinnen. Unterschrift: „Boris posiert fröhlich mit israelischen Soldaten, denselben Soldaten, die die illegale Besetzung palästinensischer Gebiete durchsetzen“. Botschaft: Der Mann ist für Juden und gegen Moslems.

Mit einer „Null-Toleranz-Politik„, wie sie Rudy Giuliani in New York mit Erfolg praktizierte, will Johnson der hohen Kriminalität in London den Kampf ansagen. Johnson im „Sunday Telegraph“: „Es ist von lebenswichtiger Notwendigkeit, die so genannten kleinen Verbrechen und Gesetzesverstöße zu unterbinden, mit dem Ziel, die gefährlichere Kriminalität einzudämmen.“

Boris Johnson will u.a. umgehend

  • 440 weitere Polizisten einstellen, um für Sicherheit in Bussen und U-Bahn-Stationen zu sorgen (finanziert durch Werbeeinsparungen der Verkehrsbetriebe)
  • Waffen-Scanner und Metalldetektoren in den Verkehrssystemen einsetzen
  • Eine Untersuchung gegen bürokratische Geldverschwendung einleiten und große Einsparungen im Rathaus, der City Hall, vornehmen, u.a. 20 Prozent minus bei dem Medien- und Marketing-Team mit 70 Mitarbeitern  

Der Sunday Telegraph jubelt: „Die zügigen Initíativen sind darauf angelegt, London zu einem Kraftzentrum der Tory-Ideen zu machen“.

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