Der heiße Feuerwehr-Streit: OB Elbers wehrt sich

Februar 4, 2013 by  

Ein Düsseldorfer Feuerwehrmann, Hauptbrandmeister Michael P. (44)  hatte auf seiner Facebook-Seite  laut Bild Düsseldorf aus einem Brief zitiert: “Erst wenn der eigene Bürostuhl brennt…wird Herr Elbers erkennen, dass man mit Infopavillons keine Brände löscht”.

Neun Kollegen hat dazu ein “Like ” angeklickt. Dise Beamten hatte Oberbürgermeister Dirk Elbers deshalb umgehend vom Dienst suspendiert.  Heute thematisierten die Düsseldorfer Medien das heiße Facebook-Feuerwehr-Thema. Bild titelte “”Politiker kämpfen für Düsseldorfer Feuerwehrmänner”. Die Rheinische Post heizte die Debatte mit ihrer Schlagzeile “Feuerwehr-Affäre: OB Elbers in der Kritik” an. Auch auf der Facebook-Seite der Düsseldorfer Feuerwehr wird das Thema diskutiert.

Jetzt wehrt sich der Oberbürgermeister. In einer Pressemitteilung lässt er mitteilen:

Entgegen falscher Darstellungen gibt es keinen Zusammenhang zwischen dem disziplinarrechtlichen Vorgehen gegen eine Gruppe von Feuerwehrleuten und der getroffenen Überstundenregelung. Vor dem Hintergrund, dass diese Regelung im Einvernehmen mit dem Personalrat getroffen wurde, wäre sachliche Kritik zwar wenig nachvollziehbar gewesen, aber als freie Meinungsäußerung niemals ein Anlass für Disziplinarmaßnahmen.

Der Grund waren auch nicht persönliche Angriffe auf den Oberbürgermeister.

Die Aktivitäten der betroffenen Feuerwehrleute auf Facebook haben den Eindruck erweckt, dass sie gravierende Schadensereignisse im Rathaus für wünschenswert hielten. Bei Mitarbeitern, denen der Schutz vor solchen Schadensereignissen anvertraut ist, kann die Verwaltung nicht mehr vorbehaltlos von einem ungestörten Vertrauensverhältnis ausgehen. Ein solches Vertrauensverhältnis zu jedem einzelnen Feuerwehrmitarbeiter ist indes unerlässlich. Auch zum Schutz der mehr als 800 Düsseldorfer Feuerwehrleute, die jeden Tag loyal, zuverlässig und mit hohem Risiko im Einsatz sind, musste die Verwaltung handeln.
“Bei eindeutigen Hinweisen auf ein Dienstvergehen ist die Verwaltung verpflichtet, ein Disziplinarverfahren einzuleiten. Wir haben den Eindruck gewonnen, dass die Betroffenen offensichtlich ihr Fehlverhalten erkannt haben. Im Rahmen der jetzt im Verfahren vorgesehenen Anhörungen, haben die Betroffenen die Gelegenheit, uns ihre Sicht der Dinge zu vermitteln. Alle weiteren Verfahrensschritte werden vom Ergebnis dieser Anhörungen und der weiteren Aufarbeitung des Sachverhaltes abhängen”, sagt der für Personal zuständige Beigeordnete Prof. Dr. Andreas Meyer-Falcke.

Kommentare

3 Responses to “Der heiße Feuerwehr-Streit: OB Elbers wehrt sich”

  1. Büger on Februar 4th, 2013 19:16

    Was für ein Glück: Ich bin kein Feuerwehrbeamter in Düsseldorf, ja überhaupt kein Düsseldorfer. Ich bin einfach nur ein Büger einer anderen Stadt in NRW. Ich darf also dem OB in Düsseldorf meine Meinung sagen, wie ich will: Herrn Elbers halte ich für eine selbstgerechte und arrogante, für Führungsaufgaben absolut ungeeignte Person. Außerdem setzt er die Sicherheit der Menschen ist Düsseldorf aufs Spiel, wenn er so viele Feuerwehrmännser aus dem Dienst nimmt. Ich glaube, dass er sich mit einem Entfernen aus dem Beamtenverhältnis nicht durchsetzen kann. Dazu reicht diese “Verfehlung” wohl nicht aus. Den Feuerwehrmännern wünsche ich viel Kraft und alles Gute! Der Wähler in Düsseldorf sollte sich diese Angelegenheiht bei der nächsten OB-Wahl vor Augen führen.

  2. Klaus Schäfer on Februar 8th, 2013 19:14

    Was bildet sich dieser arrogante, vom Volk gewählte “Oberbürgermeister”
    eigentlich ein!?
    Herr Elbers, falls Sie es nicht verinnerlichen können, Deutschland ist keine
    absolute Monarchie mehr! Was mit dieser “Regierungsform” geschehen ist,
    hätten Sie im Geschichtsunterricht erfahren und die richtigen Schlüsse ziehen können; vorausgesetzt Sie waren damals anwesend.
    Stichwort Französische Revolution! Klingelt´s?

    Deutschland ist auch nicht für die CDU reserviert.

    Herr Elbers, hoffentlich werden Sie durch die nächste Wahl auf den Boden der
    Verhältnismäßigkeit zurückgeholt und man quittiert Ihre Selbstherrlichkeit
    entsprechend. durch unehrenhaften “Vorruhestand”!
    Sie sollten die dadurch gewonnene Zeit für ein Praktikum bei “IHRER”
    Feuerwehr nutzen, um den Wert dieser Menschen schätzen zu lernen!

    Sie tragen nämlich die persönliche Verantwortung als Arbeitgeber für die
    Umstände, unter denen diese Männer ihren Dienst zu verrichten gezwungen
    sind. ZAHLEN SIE DIE ÜBERSTUNDEN AUS und unterlassen Sie doch
    einfach das Aufmachen von Nebenkriegsschauplätzen, um von Ihrer
    Selbstüberschätzung abzulenken!

  3. Gackowski on Februar 11th, 2013 08:18

    Es wird Zeit, das solchen Leuten mal kräftig eine Niederlage zu bereiten,
    damit sie auf dem Boden der Tatsachen zurück kehren.
    Ich hätte mich bei dem ” fiesen Möp” auch nicht entschuldigt!
    Es soll ihm mal so schlecht gehen, das er über seine Sünden nachdenken kann.
    Während die Wehrleute auf das Geld für die Überstunden angewiesen sind.