Stresemannplatz: Staustelle statt Baustelle

August 7, 2019

Wie so oft: Auch gestern kein Betrieb an der Baustelle Stresemannplatz, dafür aber regelmäßig Stau

Staustelle statt Baustelle! Das Baustellen- und Verkehrsmanagement in Düsseldorf wirft immer wieder Fragen auf. Nach der Dauerbaustelle des Hochbahnsteiges am Luegplatz, wo über viele Wochen keinerlei Baustellentätigkeit zu beobachten war und Staus an der Tagesordnung waren, ist jetzt insbesondere die Baustelle am Stresemannplatz ein Ärgernis.

Seit einigen Monaten ist die Streckenführung der Graf-Adolf-Straße/Karlstraße am Stresemannplatz einspurig, was regelmäßig zu Stoßzeiten zu Staus führt. Das Merkwürdige: Hier scheint niemand so recht zu arbeiten, bei Vorbeifahrten ist in aller Regel kein Baubetrieb zu beobachten. Die zuständige Beigeordnete ist Cornelia Zuschke. Ich werde ihr diesen Post mal zukommen lassen, dann erfahren wir vielleicht, warum das alles so seine Richtigkeit hat :-).

Hochbahnsteige Luegplatz eingeweiht

Juli 1, 2019

Autofahrer können aufatmen: Nach rund einem Jahr Bauzeit, unterbrochen durch häufige Arbeitspausen, sind nun, viele werden sagen: endlich,  die Hochbahnsteige am Luegplatz eingeweiht worden, Entstanden sind zwei moderne, 60 Meter lange und 3,50 Meter breite Hochbahnsteige mit Zugangsrampen an beiden Seiten.

Für die Bahnsteige mussten rund 70 Fertigteile – 24 Bahnsteigplatten, 12 Rampenplatten und 34 Stützen – montiert und rundum 360 Meter neue Gleise verlegt werden. Die Besonderheit am Luegplatz: Der große Andrang von Fahrgästen bei Großveranstaltungen war mit zu berücksichtigen. An normalen Werktagen steigen hier rund 5.800 Fahrgäste ein und aus – zur Rheinkirmes oder zum Japan-Feuerwerk steigt diese Zahl um ein Vielfaches.

Kosten von über fünf Millionen Euro

Für den barrierefreien Ausbau der Haltestelle „Luegplatz“ fallen rund 5,3 Millionen Euro Gesamtkosten an. Die Maßnahme wird durch den Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) mit 3,9 Millionen Euro aus Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert. Die Landeshauptstadt Düsseldorf beteiligt sich mit 726.000 Euro an den Kosten für Straßenbau und Stadtgestaltung. Den restlichen Anteil trägt die Rheinbahn.

Die Vorteile des Umbaus „Obwohl unsere Fahrgäste durch die Bauarbeiten Beeinträchtigungen in Kauf nehmen mussten, hat der Umbau langfristig enorme Vorteile. Einerseits gewährleisten die Hochbahnsteige einen barrierefreien Einstieg in die Fahrzeuge: Rampen zu beiden Seiten garantieren einen durchgängigen und schnelleren Zugang, erhöhte Bahnsteige ein niveaugleiches Ein- und Aussteigen“, so Dr. Andreas Ferlic, Abteilungsleiter Planung Verkehrsanlagen der Rheinbahn. Somit können mobilitätseingeschränkte Fahrgäste, Reisende mit Gepäck oder Kunden mit Kinderwagen die Fahrzeuge stufenlos und unkompliziert erreichen. Sehbehinderte und blinde Menschen werden durch sogenannte Bodenindikatoren, also spezielles Leitpflaster, unterstützt. Dr. Ferlic: „Andererseits garantiert der Umbau ein direktes Überqueren von der Haltestelle zum gegenüberliegenden Bürgersteig, der hinunter zu den Rheinwiesen führt. Neue Signalanlagen sichern den Übergang zusätzlich ab. Das ist besonders wichtig bei Großveranstaltungen wie der Rheinkirmes.“

Noch mehr Hochbahnsteige

„Mit diesen beiden Bahnsteigen sind die Landeshauptstadt Düsseldorf und die Rheinbahn ihrem Ziel einen Schritt näher gekommen, die Stadtbahnlinien nach und nach barrierefrei auszubauen“, betont Oberbürgermeister Thomas Geisel. „Inzwischen sind zwei Drittel aller Bahnsteige der Stadtbahn barrierefrei.“ Im Hochflurbereich sind das 52 von 79 Bahnsteigen; das umfasst alle Bahnsteige, inklusive U-Bahn, in Düsseldorf, Meerbusch, Krefeld und Neuss. Nächstes Jahr starten dann die Bauarbeiten an der Haltestelle „Aldekerkstraße“ in Heerdt.
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