Rheinbahn kontra Schmutzfinken

Dezember 2, 2016 by  

 

coffee

Erfrischender Klartext in einer Presseinformation der Rheinbahn:

Es wurde einfach zu viel des Schlechten: Fahrgäste monierten es, das Qualitätsmanagement der Rheinbahn schlug Alarm, den Reinigungskolonnen in Bussen und Bahnen wuchsen Hörner, unsere Kollegen in der Sattlerei befielen spontane Seelen-Plaque, Gemütsherpes und gerechter Zorn: In der Vergangenheit hat die kaffeebraune Fleckensauerei auf Bus- und Bahnsitzen, verursacht durch stehengelassene oder nicht genügend beaufsichtigte Coffee-to-go-Becher zugenommen – und nervt den Fahrgast wie den Rheinbahner. Schmutzschuhe auf Saubersitzen tun ihr Übriges…

Die Zunahme des Problems wuchs im Gleichtakt mit den grassierenden Kaffeebud‘-Eröffnungen, von wo aus das koffeinbedürftige Publikum sich seinen Braunbrühe-Sud mit auf die weitere Reise nimmt – und die nicht ganz ausgetrunkenen Reste einfach in den Rheinbahn-Fahrzeugen stehenlässt. Dortselbst sie bei der nächsten starken Bremsung oder einfach schon bei der nächsten Anfahrt umkippen, alle dort Sitzenden und alles Umliegende sowie den Boden besabbeln, besudeln, beflecken! Hinzu kommen niedliche Schmutzfüße, die es ok finden, ihre Mauken auf den Sitz gegenüber zu fläzen…

Der Rheinbahn waren das Anlässe genug, zu reagieren, den Fahrgästen beizuspringen, sich des Problems zu erwehren und die schlabbernde oder einfach nur vergessliche Fahrgastschar zu bitten, ihre Trinkbecher – bitte schön! bitte gleich! – mitzunehmen, wenn sie aussteigen (am besten natürlich, sie erst gar nicht mit an Bord zu nehmen).

Die Aufkleber gegen den auslaufenden „Kaffee-Klatsch“ stellen in Rot und Grün den „Coffee to go“ dem „Coffee no go!“ gegenüber und ermuntern ab sofort den reisenden Kaffeekonsumenten, so hoffen Rheinbahn wie Fahrgäste, seine flüssigen Abfälle mit aus dem Bus oder aus der Bahn zu nehmen und dort wegzuschmeißen.

Dem Teil der Kunden, der trotz guter Kinderstube immer noch unten und oben verwechselt, sollen Fuß-, Schuh- und Pfoten-Piktogramme augenfällig auseinanderklamüsern, wo der rechte und der linke Fuß gemeinhin hingehören: auf den Boden der Tatsachen.

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