Ballettgala zum Jubiläum – 50 Jahre Hans van Manen

Oktober 6, 2021

Großmeister des Ballets: Hans van Manen – Er war auch Vorbild für Martin Schläpfer – Foto: Daisy Long

Sein erstes Ballett außerhalb der Niederlande schuf Hans van Manen vor 50 Jahren für das heutige Ballett am Rhein. Das Stück hieß „Keep Going“, was sich rückblickend liest wie das Motto seines bewegten und erfolgreichen Künstlerlebens. 22 seiner insgesamt 150 Choreographien kamen in den vergangenen 50 Jahren auf die Bühnen des Opernhauses Düsseldorf und des Theaters Duisburg. Diese außerordentliche Verbundenheit möchte die Deutsche Oper am Rhein mit der Verleihung einer Ehrenmitgliedschaft besiegeln. Das Ballett am Rhein verneigt sich mit einer filmischen Rückschau und live getanzten Choreographien vor der unnachahmlichen Magie in Hans van Manens Stücken.

Jubiläumsgala: 06.11., 19:30 Uhr

 

Zwei Weltstars choreographieren beim Ballett am Rhein

Februar 22, 2021

Aszure Barton und William Briscoe bei einer Probe für „Come In“ mit Angehörigen des Ballett am Rhein. FOTO Daniel Senzek

Während die Theater auf die Wiedereröffnung ihrer Spielstätten warten, wird hinter den Kulissen mit allen derzeit zur Verfügung stehenden Möglichkeiten der Neustart vorbereitet. Mit striktem Hygienekonzept und einer Aufteilung der 45 Tänzerinnen und Tänzer in Kleingruppen hält Ballettdirektor Demis Volpi seine Compagnie erfolgreich auf Kurs. Auch an seinen vor der Pandemie ausgesprochenen Einladungen für Gastchoreographinnen und –choreographen aus der ganzen Welt hält er fest. Derzeit sind gleich zwei Weltstars zu Gast im Düsseldorfer Balletthaus: Twyla Tharp kreiert für das Ballett am Rhein über ein ausgefeiltes Kamerasystem live aus ihrem Studio in New York die Uraufführung „In C“, und Aszure Barton studiert vor Ort ihr Stück „Come In“ ein.

 

Auch wenn es seit November keine Möglichkeit gibt, vor Publikum aufzutreten, muss für Profis die Probenarbeit weitergehen und das in möglichst großer Bandbreite. Sie brauchen die physischen und auch die mentalen Herausforderungen, die das Einstudieren neuer Techniken und Bewegungsabfolgen mit sich bringt. „Das Ensemble braucht künstlerischen Input“, sagt Demis Volpi und hält auch deshalb an seiner Entscheidung fest, gerade jetzt ein breites und abwechslungsreiches Repertoire aufzubauen, indem er Choreographen mit den unterschiedlichsten Bewegungssprachen nach Düsseldorf und Duisburg einlädt.

 

Wilde Eleganz

 

So freut sich die Compagnie derzeit über ein ganz besonderes Staraufgebot im Balletthaus: Per Videoschaltung kreiert die New Yorker Ikone des zeitgenössischen Tanzes Twyla Tharp für 20 Tänzerinnen und Tänzer des Ballett am Rhein das Stück „In C“ zur gleichnamigen Komposition von Terry Riley. Durch das Zusammendenken von klassischem Tanz und Modern Dance entwickelte sie spätestens in den 1970er Jahren eine Art wilde Eleganz, einen zugänglich lässigen und humorvollen Stil, der das Ballett maßgeblich beeinflusste. Nicht nur mit den zahllosen für ihre 1965 gegründete Twyla Tharp Dance Compagnie geschaffenen Arbeiten erreichte sie Weltruhm. Auch für Institutionen wie das American Ballet Theatre, das Ballet de l’Opéra de Paris, The Royal Ballet London, das New York City Ballet, The Boston Ballet, The Martha Graham Dance Company und etliche mehr schuf Twyla Tharp einen unvergleichlichen Schatz an Stücken. Ebenso bilden Broadwayshows und ihre Arbeit mit Filmregisseuren wie Milos Forman an international erfolgreichen Produktionen wie beispielsweise „Hair“ oder „Amadeus“ einen Teil ihres kreativen Lebenswerks.

 

Verträumter Charakter

 

Mit „Come In“ hat die kanadische Choreographin Aszure Barton eine poetisch leise, aber dringlich nachwirkende Arbeit geschaffen – den Entwurf einer Gesellschaft, die in friedlich spielerischem Miteinander lebt. Die gleichnamige Komposition für Violine und Kammerorchester von Vladmir Martynov, die sie als musikalische Basis gewählt hat, verstärkt den verträumten Charakter der Choreographie. Aszure Barton kreierte unter anderem für das American Ballet Theatre, das Nederlands Dans Theater, das National Ballet of Canada, die Martha Graham Dance Company, das Bayerische Staatsballett und das English National Ballet. 2005 war sie die erste Choreographin in Residence am Baryshnikov Arts Center in New York und schuf dort 2006 “Come In” für Mikhail Baryshnikov und 12 junge Tänzer.

Auf die Bühnen in Düsseldorf und Duisburg kommen „In C“ und „Come In“ als Doppelabend mit musikalischer Live-Begleitung: Unter der Leitung von Kapellmeisterin Marie Jacquot interpretieren Mitglieder der Düsseldorfer Symphoniker sowie der Duisburger Philharmoniker die Kompositionen von Terry Riley und Vladimir Martynov. In Rileys legendäre Komposition „In C“, die als Keimzelle der Minimal Music gilt, ist Marie Jacquot am Synthesizer zu erleben.

 

Ballett am Rhein lädt zum „First Date“ ein

September 8, 2020

Demis Volpi bei der Ballettprobe – Foto: Daniel Senzek

Die erste Ballettpremiere der Spielzeit in Düsseldorf heißt „A First Date“ und ist mit einem kleinteiligen und vielfältigem Programm ganz bewusst dem ersten Kennenlernen der unter Leitung von Demis Volpi neu formierten Ballettcompagnie gewidmet. Coronabedingt ist „A First Date“ in drei selbständige Episoden aufgefächert, die mit unterschiedlichen Choreographien an drei Abenden mit einer Dauer von jeweils etwa 70 Minuten viel Abwechslung versprechen.

Auch auf das choreographische Schaffen des neuen Ballettchefs kann beim „First Date“ schon ein neugieriger Blick geworfen werden: Sechs eigene Arbeiten – teilweise in Ausschnitten – und drei Uraufführungen hat Demis Volpi für sein erstes Programm mit dem Ballett am Rhein einstudiert. Premiere im Opernhaus Düsseldorf ist am 11., 12. und 13. September, im Theater Duisburg hat „A First Date“ ein Wochenende später Premiere. [Read more]

Schläpfers „7“ beim Staatsballett Berlin

April 10, 2017

b.17 Ballett am Rhein “ 7 “ von Martin Schläpfer – Foto: Gert Weigelt

 

Eine ganz besondere Premiere feiert das Ballett am Rhein Düsseldorf Duisburg in der Karwoche in Berlin: Zum ersten Mal ist die Compagnie auf Einladung des Staatsballetts in der Bundeshauptstadt zu erleben. Drei Vorstellungen von Martin Schläpfers Ballett „7“ zur Sinfonie Nr. 7 e-Moll von Gustav Mahler stehen vom 11. bis zum 15. April auf dem Programm der Staatsoper im Schillertheater. „7“ ist eines der gefragtesten Stücke aus dem Repertoire des Balletts am Rhein. Es sorgte inzwischen unter anderem in Moskau, München, Edinburgh, St. Pölten, Wiesbaden und zuletzt in Bilbao für große Resonanz und international wachsende Bedeutung des Düsseldorf-Duisburger Ballettensembles. [Read more]