Nur 3,5 Mio. bei der „Größten Kirmes am Rhein“ in Düsseldorf – friedlichste Kirmes seit langem

Juli 25, 2016 by  

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Grandiose Volkskirmes lockte wegen widriger Umstände weniger Besucher – Foto: osicom/Hojabr Riahi

Die „Größte Kirmes am Rhein“ in Düsseldorf ist nach zehn Tagen gestern zu Ende gegangen. Thomas König, Vorsitzender der Platzkommission und Lothar Inden, 1.Chef der St. Sebastianer von 1316, meldeten mit ca. 3,5 Mio. Besuchern rund 500.000 Kirmesgäste weniger als im Vorjahr. Der Anschlag von Nizza zu Beginn sowie die Ereignisse in Würzburg und München und die Tropenhitze am Mittwoch dieser Woche hätten die Besucherzahlen gedrückt. Positiv: Die Kirmes verlief überaus friedlich. Die Polizei registrierte nicht eine einzige Schlägerei. Lediglich ein Raubdelikt und vier minderschwere Sexualdelikte wurden verzeichnet.

Glanzlichter des zweitgrößten deutschen Volksfestes waren neue Attraktionen bei den Fahrgeschäften wie der größte transportable Kettenflieger „Condor“ und weitere Neuheiten wie „Apollo 13“ und „Infinity“. Hohe mediale Aufmerksamkeit, mit rund 20 Mio. Kontakten im Internet, brachte ein Center Court, auf dem – eine Weltneuheit –
erstmalig Tennis auf einer Kirmes präsentiert wurde. Prominenz wie Charly Steeb, Eric Jelen, Hans Sarpei, Oliver Pocher, Nico Hülkenberg und Christoph Metzelder sowie Fortuna-Düsseldorf-Kapitän Oliver Fink schlugen zwischen Riesenrad und Kinderkarussell auf und Düsseldorfer Tennisfans buchten schon vor Kirmesbeginn die privaten Tennisstunden aus. Ein Höhepunkt für die Besucher war die Wiederkehr des „Französischen Dorfes“.

Für die Polizei war das zweitgrößte deutsche Volksfest, zugleich Schützenfest der St. Sebastianus Schützen von 1316, noch friedlicher als sonst, was auch an stärkerer Präsenz auf dem Schützenplatz am Rhein lag: Mindestens 100 Beamte waren zusätzlich zu privaten Security-Kräften täglich anwesend. Das einzige „Massendelikt“, das man in Verbindung mit der Düsseldorfer Kirmes kennt, Falschparken mit Abschleppen, bewegte sich  laut Polizeisprecher Markus Niesczery auf Niedrigstniveau: Nur 182 Autos kamen an den Haken, so wenige wie seit 20 Jahren nicht.

Polizei und Feuerwehr sowie den Verkehrskadetten, DRK- und ASB-Düsseldorf galt denn auch der Dank von Thomas König: „Ohne diese massive Unterstützung hätten wir diese Veranstaltung nicht durchführen können.“

Geprägt durch die Terrorereignisse sei das Publikum in diesem Jahr „von unbeschwerter Feierlaune eine Stück weit entfernt“ gewesen, sagte der Kirmesarchitekt.

Lothar Inden, Chef der St. Sebastianus-Schützen, sah auch die bedauerlichen Wetterwarnungen, die sich als nicht zutreffend herausstellten, als Grund für den Besucherrückgang.

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