Ein Loblied auf ein Modegeschäft

Oktober 30, 2018 by  

Ich war schon immer ein Fan von „P und C“. Erinnert Euch mit mir an den Blick rechts hinüber, den man vom Tausendfüßler hatte. Die Architektur schmiegte sich regelrecht an diese wunderbare Konstruktion heran, die nun leider Geschichte ist.

„P & C“ ist Teil meiner, unserer Geschichte. Hier habe ich mir all meine Smokings gekauft, Anzüge, den Abianzug meines Sohnes. Meine Frau kaufte sich jüngst auf einen Schlag sieben Kleider zu erschwinglichen Preisen, was eigentlich der Anlass dafür ist, dass ich dieses Loblied auf ein Modegeschäft anstimme. Wir waren zuvor in zwei weiteren Häusern gewesen – erfolglos. An der Schadowstraße, dieser durch jahrelange Bauarbeiten gerupften Einkaufsmeile, wurden wir fündig.

Was macht ein Geschäft zu einem besonderen Geschäft? Es ist das Angebot, sicher. Der Service! So wie bei Karstadt, wo eine engagierte Verkäuferin uns derartig brillant beim Kissenkauf beriet, dass wir statt einem gleich zwei hochwertige Teile kauften. Aber auch das Ambiente eines Geschäftes ist wichtig, und das hat „P undC“ beeindruckend gelöst. Die Naturtöne in der Innenarchitektur, die Weite, wenn Du über die Rolltreppe vom ersten Stock hinunterschwebst in die hohe, weite Erdgeschosshalle, das hat was. 

Es gibt nur wenige Geschäfte, an denen mein Herz hängt oder hing. Feinkost Münstermann in der Hohe Straße, geschlossen nach fast 130 Jahren! Schäffner in der Steinstraße, den gibt’s zum Glück noch. Das Bettengeschäft Auping, das auf Nachhaltigkeit in der Produktion setzt und wo wir das neue Bett kauften. Ja, auch mein Stamm-REWE auf der Rethelstraße, Fahrtrichtung rechts (es gibt hier tatsächlich zwei gegenüber liegende!). Meine Tochter bekommt hier ihre Scheibe Kinderwurst, du weißt exakt wo du was findest und kennst jede Kassiererin. Kein Aldi und kein Zurheide werden uns je entzweien.

Foto: P&C

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